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Neunter Tag auf See

Ich hab überhaupt kein Zeitgefühl mehr! Wo bin ich?

Wir können es so langsam nicht mehr erwarten anzukommen. Doch es sind noch 10 Tage, wenn wir so schnell bleiben wie wir grade sind. Hmm. Sprich wir haben die Hälfte von den 2200 Meilen nach Rio geschaft. Der Kahn schwimmt weiter grade aus und das Leben an Bord geht seinen Einklang, seinen Alltag. Wache, Schlafen, Essen, Lesen, E-Mails, Funken, Wache, Schlafen, Logbuch, Astro, Einreffen, Ausreffen, Spi rein, Spi raus… Gähn. ICH WILL LAND SEHEN! Ich will nach HAUSE! Der Bergfest Blues hat mich grade eiskalt von hinten gepackt. Das kommt schon mal vor und das geht auch genauso schnell wieder vorbei, wie die Lust auf ne Zigarette, wie die Lust auf nen Glas Wein und überhaupt.

Es gibt eigentlich auch gar nicht viel zu berichten. Christoph hat sich entschuldigt und ich habe das gerne angenommen. Geht doch nur darum unserer Familie keine Angst zu machen. Da kommen wir gleich mal zum Wetter. In den nächsten 48 Stunden keine signifikante Änderung zu erwarten und dann irgendwann kommt es dann wirklich, vielleicht, das ominöse Tief. Aber bis dahin rasen wir die Wellen aus SE hinunter und die Fische ignorieren mich! Keiner beißt an! Fuck Fish!“

Das Problem mit den angeblichen schlechten Ausbreitungsbedingungen hat sich gelöst. Bisher hatte ich das PACTOR Modem über Blue Tooth an meinen Rechner angeschlossen! Damit war alles prima. Vor zwei Tagen hab ich dann ein USB Kabel genommen, weil irgendein Treiber fehlte. Und schwupps habe ich keine einzige E-Mail Verbindung mehr hinbekommen. Ist halt nicht die Karibick, wo alle Einwahlstationen um die Ecke sind. Heute morgen habe ich frustriert auf Bluetooth umgesattelt und alles ist wieder gut. 4000 baud/min! Nach Maputo zu Sailmail und nach Winlink über Canada, VE1YZ. Alles ist wieder gut.

Seebeine? Eigentlich war ich nur den ersten Tag nach unserer Abfahrt in Knysna richtig seekrank. Danach hatte ich einige tausend Meilen keinerlei Probleme. Nur gestern in den Kreuzseen und den heftigen Böen hatte ich irgendwie keinen Appetit. Komisch. Kann man nach so langer Zeit auf See noch Seekrank werden? In diesem Zusammenhang hätte da mal eine Bitte an alle, die übers Segeln schreiben. Wenn ihr z.B. am Beginn eines Törns Seekrank seid und kotzen müsst, dann schreibt das doch bitte auch so und benutzt bitte nicht mehr diese komische Umschreibung mit den Seebeinen. Viele Leser werden es euch danken. Die Segelszene ist, wie andere Szenen auch, klein. Heute Morgen z.B. hat Mischa mit Judith und Söhnke von der Hyppopotamus gefunkt und, wie jeden Tag, versucht Bernd Lüchtenborg auf seiner Horizons zu erreichen, der z. Zt. in unsere Richtung segelt. Beide Webseiten habe ich schon öfter besucht. Von den fünf Booten in der Bay von St. Helena kannte unser Skipper zwei. Aus Malaysia oder Panama oder so. Collin, den Skipper der Chartercats für Greece, die am nächsten Tag einliefen kannte er natürlich auch aus Südafrika. Das „Piratenschiff“ das am Tag vor unserer Abfahrt einlief, sahen wir bei seiner Abfahrt in Captown von Restaurant aus. So. Hab jetzt wieder Wache und muss Logbuch schreiben. Tschöö. Crew/Thomas






  • 16:08 UTC
  • 17.04.2010
  • 19°20.43'S 019°50.07'W
  • Southern Atlantic Ocean
  • Rio de Janeiro / Brasil
  • 30° 1017hpa 8/8
  • 27°
  • 20kn/SSE
  • 2-4m

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