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Rausgelassen

Vor Anker

Der erste Schritt ist getan. „Leinen los!“ Michel drückt den Bug der LADY mit seinem Dinghy in den Wind, um die LADY im engen Hafenbecken zu drehen. Alle stehen auf dem Steg und winken. Abschied. Mal wieder. Zeit um nasse Augen zu bekommen. Die ganze Herde von Franzosen, Niederländern, Türken, Australiern, Neuseeländern, Schweizern und Belgiern, allesamt auf dem Weg nach Patagonien und der einzige Deutsche, ich, segelt nach Nord, in den Rio del Plata. Ziel Colonia. Als ich die Drehbrücke des Yacht Club Argentinia passiert habe, fällt auch schon mein Anker. Ich fühle Freiheit in mir. Fender rein, Tampen zum Trocknen in die Sonne und da sitze ich nun schaue ein bisschen dumm aus der Wäsche. Die Sonne knallt, die Nadel der Batterieanzeige steht mal wieder auf Vollanschlag. Hundert Liter Diesel sind noch im Tank gelandet und ein argentinisches Bife Chorizo hat sich dann doch noch in den Kühlschrank verirrt. So als Abschied. Morgen früh wird es dann losgehen, so bald der Wind auf Süd gedreht hat.

Tücken

Der Vormittag war mal wieder notwendig um auszuklarieren. Immigration war noch easy, bei der Prefectura wollten sie dann die Ausklarierung bei der Gesundheit sehen. „Was, das habe ich ja noch nie machen müssen.“ „Hier aber!“ Ich habe schon lange aufgegeben mit der Prefectura diskutieren zu wollen. Bei der Gesundheit sitzt Frau Unbefriedigt: „Dich habe ich ja noch nie hier gesehen. Seit wann bist Du hier, seit dem 20ten November? Dann also illegal!“ Ich also zum Zoll um eine Kopie meiner gesundheitlichen Einklarierung zu holen. Wieder zurück meint die Unbefriedigte: „Ach, das war ja mein Chef, bei dem ihr wart.“ „Hmm! Ja, der war auch seeeeeehr nett! Bei ihm zu Hause, haben wir sogar ein Getränk bekommen.“ Versteht sie aber nicht. Ich bekomme meine Ausklarierung. Was das Ganze soll habe ich noch nie verstanden. Sie hat noch nicht einmal nach meinem Impfpass gefragt. „100 Peso!“ „Bei Ihrem Chef habe ich aber nix bezahlen müssen.“ „Doch, die Einklarierung kostet 150 Peso (30Euro)!“ Alte Ziege, denk ich mir und kontere: „Können sie mir den Empfang bestätigen?“ Tut sie glatt, aber ich bin mir sicher, dass sie den Schein in ihre eigene Tasche steckt. Estamos in Süd Amerika.

Ich brauche noch ein neue Pfanne, Kartoffeln und Tomaten. Auf dem Weg komme ich bei dem alten Opa vorbei, der diesen wunderschönen Truck besitzt und immer noch in ihm lebt. Fahren kann er ihn nicht mehr. „Zu langsam. Der kann nur 70. Alle anderen fahren 90. Da ist immer eine lange Schlange hinter mir.“ Schade drum. Der Alte ist um die 90 und schon als ich mit Stefan bei ihm vorbeikam hat er mich um ein deutsches Geldstück gebeten. Als Erinnerung. Nicht als Almosen. Ich drücke im einen 2 Euro Taler in die Hand, er mir ein Peso. Das ist es mir wert. Ich mag den Alten und seinen Schlepper um so mehr.






  • 15:25:00
  • 10.12.2010
  • 38°02.5300'S, 057°32.2200'W
  • -°/-kn Anker
  • Mar de Plata, Argentinia
  • Colonia, Uruguay
  • 28°/1001hpa, blue sky
  • 12°
  • 10kn/N
  • 0m

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