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Fleischvergiftung

Was geht!

Wenn Stefan weg ist, muss ich erst mal den Rest der Zeit strenge Diät machen. Tomatenbrote und Mate-Tee, sonst passe ich nicht in den Sitz im Flugzeug nach Süd Afrika. Wir verstehen uns nicht nur, gut wie ein altes Pärchen, wir kochen auch mindestens genauso gerne. Besser als in der letzten Woche habe ich in meinen besten Geschäftsführerzeiten nicht gelebt. Jeden Tag dicke Steaks, mit pikanten Sößchen, gestern ganz besonders gut, Gulasch und wie auch immer aber immer mit Fleisch, immer reichlich. Ganz nach sächsischer Lebensart. Das Problem ist, dass Stefan ein paar Pfunde zunehmen will und ich eigentlich ab. Was weder bei ihm, noch bei mir klappt. Ganz im Gegenteil. Wir sind jetzt schon mal dazu übergegangen Kartoffeln, Reis und Pasta wegzulassen und durch Salat und Gemüse zu ersetzten, dann passt mehr Fleisch rein. Es kann aber auch sein, dass die Gewichtszunahme bei mir an den enormen Mengen guten argentinischen Weins liegt, die wir so über den Tag verzehren. Stefan scheint da mehr gewohnt zu sein. Aber damit ist nächste Woche Schluss. Basta.

Der Tag fängt mit Regen an, was sich hier aber nie lange hält. Ich komme langsam in Stress, auf der PASE PARTOUT soll ich ein PACTOR Modem installieren, doch das vorhandene SGC-2000 Radio, eigentlich auch schon museumsreif, will nicht so wie ich will. Nun bin ich kein Elektronikingenieur, sondern eher nen Computerhacker. Juan von ING, einem lokalen Radioschrauber, hilft und findet den Fehler. Ein kaputtes Potentiometer. Pfennigartikel. Doch leider ist auch noch der Modemeingang kaputt und das PTT Relay usw. Zieht sich dann doch wieder alles. Und wie das dann so ist in Südamerika. Wenn die sagen um zehn Uhr, wird das dann doch eben zwölf usw…

Und es spricht sich mal wieder rum. Yoon, ein Koreaner, auf dem Weg um die Welt, steht plötzlich vor der LADY und fragt, ob ich ihm helfen kann. „Was geht Yoon?“ Er will zwei Anker in Buenos Aires bestellen und Kette und braucht jemanden, der Spanisch spricht. Hmm. „Gut. Komm rauf.“ Stefan drückt ihm ein Stück Tortilla in die Hand und Yoon sitzt glücklich mampfend im Cockpit. „Ich habe mein PACTOR Modem im Oman gekauft. Funktioniert aber nicht!“ Moment. Oman? „Dann hast Du das Modem doch eh von mir bekommen.“ Yoon, schaut mich ungläubig an. Ich sag: „Ja, über Gerhard. Den Bootsnamen weiss ich nicht mehr. Der hat im Februar ein Modem für ein koreanisches Boot in den Oman bei mir bestellt.“ „Ho, Ho!“, bejaht Yoon meine Aussage. O.K. Ich schau es mir die Tage an. Wird ja nicht so schwierig sein. Das bekommen wir auch noch hin. Ich muss schauen, dass ich hier bald wieder wegkomme, sonst mache ich hier noch nen Office auf. Hat sich eben nix geändert in den Jahren.

Stefan und Karin (seine derzeitige Lebensabschnittsgefährtin!) haben Skype entdeckt. Dank der LunaWLAN, siehe auch links (neuer Banner) können wir unsere Internetverbindung aus fünfzehn Knotenpunkten aussuchen. Und das mit der kleinen Antenne, mit dem Saugnapf im Kabinenfenster. Von den fünfzehn sind drei Knoten offen. Mit dem Macbook im Cockpit kommen wir grade mal auf eine offene und dann holpert und stolpert die Verbindung nur so. Also ein absolutes „MUST HAVE!“ für jeden, der gerne und viel reist und dabei nicht auf komfortables Internet verzichten will. Das kleine Ding kann noch mehr, sogar sniffen, aber das ist ja verboten. Oder nicht? Ich habe in den letzten Monaten ja viel ausbrobiert. Vier WLAN Antennen liegen in meinem Kartentisch. Alles Schrott gegen die LunaWLAN. Der große Bruder die LunaWLAN für den Masttop mit TCP/IP ist leider immer noch in Deutschland. Bei starkem Wind wird der WLAN Empfang übrigens schlechter, weil die elektromagnetischen Wellen wegfliegen. Nein, dass ist jetzt kein Aprilscherz. Dann kommt die LunaWLAN in ne Plastiktüte und mit nem fünf Meter Verlängerungskabel an die Wäscheleine. Auf jeden Fall haben jetzt Karin und Stefan Skype und sind glücklich. Als Stefan gesehen hat, wie einfach das geht, ich eine deutsche Telefonnummer und Flatrate fürs deutsche Festnetz auf dem Boot in Argentinien habe, ist ihm erst mal die Kinnlade runtergefallen. „Du kannst so viel Du willst mit Deiner Familie in Deutschland telefonieren wie Du willst!“ Ich hab die Kinnlade dann wieder aufgehoben und ihm einen Skype Account eingerichtet. Manchmal hat Internet ja auch was für sich!






  • 22:00:00
  • 02.12.2010
  • 38°02.4690'S, 057°32.2960'W
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  • Mar de Plata, Argentinia
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