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Segelunterricht

Wir warten auf die Behörden

Es hat gestern aufgeklart. Langsam, kein richtiger Lichtblick, keine Sonne, aber genug um die das Auge der Mouring ins Wasser zu schmeißen. Ich fange an Agustin mit der LAFDY vertraut zu machen. Motor, ein und aus, warlaufen lassen. Mit der Handsteuerung ein paar Runden drehen. „Wo ist denn die Bremse?“ Tja, Bremse haben wir nicht. Rückwärtsgang rein und Agustin lernt, wie gefährlich eine Pinne dann sein kann, die durch den Wasserdruck auf dem Ruder plötzlich umschlägt, mit einer Kraft, die einem das Bein brechen kann.

Es ist Sonntag und die Behörden haben natürlich zu. Ich will direkt international nach Uruguay ausklarieren. Keine Lust wieder die Lauferei in jedem Port zu haben. Mal schauen, ob das geht. Dazu müssen wir bis Montag morgen, also bis heute, warten. Grade geht die Sonne hinter dem Berg auf. Das wird ein heisser Tag. Gut so. Die letzten drei Tage waren zum wegwerfen.

Wir verlegen mit vielen Übungen, eine halbe Meile zum Praia do Bonfim. Hier ist das hässliche Angra schon außer Sicht, das Wasser wieder klar. Wir üben das Anlegen an einer Boje. Zweimal, dreimal, dann klappt es. Agustin stellt sich nicht dumm an, der Skipper ist zufrieden. Aussicht auf Erfolg. Morgen, vielleicht mit ein bisschen Wind geht der Grundkurs weiter. Agustin ist aufgeschlossen, löchert mich mit Fragen und lernt schnell. Er bewegt sich sicher an Bord, sieht seine Aufgaben von alleine. Ich bin gespannt, ob mein siebter Sinn mich nicht im Stich lässt. Wir verstehen uns prima.

Wir belohnen uns, es ist ja Sonntag, mit einem dicken Steak, deutschen Salzkartoffeln in Meerwasser gekocht, Brokkoli und Gurken-/Tomatensalat. „So ein Essen gibt es nur Sonntags!“ Agustin schaut etwas entäuscht: „Dann machen wir eben auch mal nen Sonntag zwischendurch.“ Ich ziehe alle Karten, damit sich mein Gast wohl fühlt. Schwimmen im klaren Wasser, statt warme Dusche im Boot. Und danach anderthalb Liter warmes Wasser aus der Colaflaschendusche. „Ist doch romantisch. Weltumseglerromantik? Nicht?“ So ganz überzeugt ist Agustin noch nicht. Er frag immer mal nach, wie die Atlantikcrew es denn ausgehalten hat fünf Wochen kein Land zu sehen. Er ist mehr der Landtyp und will in jeder Bucht anhalten. Das es nur eine handvoll Häfen gibt auf dem Weg nach Uruguay, gefällt ihm nicht ganz so sehr. Abwarten, wie er sich auf See macht. Agustin kann, will nicht kochen, was mir gut passt, denn dann brauche ich nicht abzuspülen. Er hat die majestätische, beste Kabine auf der LADY bekommen. Die Vorkoje, eigentlich für zwei Leute. Mit zwei Personen auf der LADY ist schon ein recht luxuriöses Platzangebot. Ich schlafe in der Kinderkabine wie ein Engel mit dem Restgeruch meiner Töchter und dem Schmusehund im Arm. „Papa, wenn Du Sehnsucht hast, nimmst Du einfach den Schmusehund und schaust Dir unseren Malordner an“, waren die letzten Worte von Maya in Bezug auf gegenseitiges Vermissen. Und ich vermisse meine Töchter sehr.

Zeit um das Frühstück zu machen und sich mit den Offiziellen rumzuschlagen. Mal schauen, was ihnen so einfällt. Die sind ja da manchmal sehr kreativ.






  • 06:30:00
  • 20.09.2010
  • 23°00.7660'S, 044°18.1480'W
  • 0°/0kn
  • Angras del Reis, Brazil
  • Argentinien
  • 20°/1020hpa/Rain
  • 19°
  • 2kn/VAR
  • 0m

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