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Mädels an Bord

Heimat

Ich hab wieder gespart und in Rios Party Meile ne Absteige mit Plastiküberzogenen Matratze und Kopfkissen für 25 Euro gefunden. Gegenüber nen cooler Barbier, der mich vom Wehrwolf zum Menschen gemacht hat und ner Kneipe an der Ecke mit echt eindrucksvollen Menschen, Caipi und Carne Asado für fünf Euro. Zwischendurch springt die Polizia mit MGs über die Strasse und verfolgt Ladrones und ich bin froh Natale nicht dabei zu haben, die würde nen Föhn bekommen. Also. Im Stadteil Lapa vielleicht besser nicht in die Seitenstraßen einbiegen. Ist schon was mehr für Südamerikaerfahrene.

Das Stundenhotel machte seinem Namen Ehre und ich brauchte um fünf Uhr morgens keinen Wecker, weil der Freier mit seiner Angemieteten nebenan, ein sehr ausdauerndes Tier ist und sie ihm lautstark darin anfeuert es immer wieder zu tun. Animalisch.

Wie auch immer. Ich erstand kurzerhand das nächste Taxi, setzte mich auf den Vordersitz, damit ich nicht an der nächsten Ecke rechts und links zwei neue Mitfahrer bekomme, die mir Geschichten erzählen, wo wir jetzt hinfahren um mich meiner Habseligkeiten zu entledigen und zog den Hebel unter dem Sitz um meine Nicht-Südamerika-Beine im Vorraum unter zu bekommen. Der nette Brasilianer gibt im gleichen Moment Gas, der Sitz rutsch nach hinten weg ohne Anschlag und ich lande doch auf der Rücksitzbank, allerdings mit meinem Vordersitz. Guten Morgen – Well Done! Auf jeden Fall kein langweiliges Leben im Moment. Ich sitze eine halbe Stunde später vor dem Ausgang des ankommenden Flüge und rufe meine Mails ab, als ein junger Schwarzer kommt und mich fragt ob er auf meinem Macbook nicht mal eben seine Mails abrufen kann. „Häh? Dann kann ich es Dir ja gleich schenken“, denke ich mir und antworte ihm eindrucksvoll mit „NO“ und klopfe an meine Gürtelschnalle um ihm zu signalisieren, dass ich dort meine Knarre sitzen habe. Er zieht Leine und ich packe mein Macbook weg. Vielleicht doch nicht so gut, damit und der Öffentlichkeit rumzusitzen, wenn ich davon noch was länger was haben will.

Da kommen sie endlich aus der Tür und die Freude ist groß. Natale halbwegs entspannt, Maya und Lena thronen auf den Koffern und grinsen von rechts nach links. Danach auf Papas Arm und möglichst nicht mehr runter. Wieder mit dem Taxi zur Busstation. Unfall auf der Hauptausfallstraße, der vertrauenswürdige Taxifahrer fragt um Genehmigung einen Umweg zu fahren um unseren Bus zu bekommen. Es geht durch Vorstadtgebiete die ich in den wildesten Filmen noch nicht gesehen habe. „Nun – In Südafrika würde der Taxifahrer schon längst alle Fenster geschlossen haben, die Zentralverriegelung wäre runter und an Ampeln würde nicht mehr gehalten werden! Also muss es doch noch relativ sicher sein“, meint Nathalie trocken und erklärt Maya den Unterschied zwischen armen und reichen Ländern. Erst im Busbahnhof sind wir vor dem Schlimmsten wieder sicher und der gilt eigentlich schon als gefährlich. Gringos, ausser uns sieht man hier nicht. Alle gucken uns an wie im Zoo, vor allen Dingen unsere blonden Kinder. Aber das mit gefährlich sehe ich nicht so, da sind nur Taschendiebe, die wollen einen nicht direkt an die Gurgel. Mit meiner Crew vor ein paar Monaten habe ich mehr andere Stadtteile gesehen, die der Schönen und Reichen an der Cobana, dort ist alles nun wirklich entspannter. Egal. Wir sitzen mit nur 30 Minuten Verspätung im Bus. Die Mädels schlafen ein und Michael Schuhmacher sitz am Steuer. Ein Fahrgast nach dem anderen rennt zum Klo um zu Kotzen. Also irgendwie ist im Moment der Wurm drin. Ziehe ich grade das Chaos an oder was? Um so näher der Fahrer an Parati kommt um so mehr gibt er Gas. Sogar mir wird langsam schlecht. Wir stellen die Lehnen in die Schlafposition, dann fliegt man wenigstens nicht zur Seite raus in den Kurven. Manchmal meine ich, der Bus fahrt auf zwei Rädern in der Kurve.

Gegen Nachmittag, nach vier Stunden kommen wir in Parati an. Maya und Lena bekommen die versprochene Kutschenfahrt zum Pier (Gute Idee-Papa!) und diesmal holt Aldo uns mit seiner Lancha ab, weil im „Red Dinghy“ wäre es zu weit für alle mit Koffern. Gekocht. Gegessen. Eine Stipvisite am Strand, ein kurzes Bad im Meer und ab in die Heia. Die Gasflasche ist zugedreht und ich geh jetzt auch schlafen.






  • 20:15:00
  • 24.07.2010
  • 23°12.42'S, 044°39.57'W
  • Parati, Brazil
  • Ilha Grande, Brazil
  • 23°
  • 24°
  • 3kn/S
  • -m

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