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Ankerfall

Vor lauter Aktionswille nutze ich die Zeit unter Motor und zerlege das Dinghy mal wieder, auf See. So ein grosses Vordeck hat eben auch seine Vorteile. Den Flicken der Mopedwerkstatt ziehe ich runter und mit Silikon klebe ich den inneren Teil, mit Kontaktkleber aussen, prall steht es jetzt wieder da, zumindest die Reste von 9 Jahren Abenteuer mit der Iron Lady. Armes Dinghy, aber vielleicht haelt es ja jetzt wenistens bis das Cameleon realisiert ist, irgendwie muessen wir ja an Land kommen…

Auf Kumundi der Nachbarinsel von Goagoa komme ich gegen Abend an. Natuerlich gibt es hunderte von Fischern, ein Dorf auf Goagoa, doch die Mangroven stinken nach Moskitos, das Dorf nach Malaria. Muss jetzt nicht sein.

Total fertig falle ich ins Wasser, Ankerkontrolle und schon mal sichten, was es am Unterwasser an der Lady alles abzukratzen gibt, stattdessen lande ich im Riff der Insel. Ein bemerkenswertes Riff verleitet mich durchs Wasser zu schnorcheln, wie fernsehen, nur schoener. An der Oberflaeche fast heisses Wasser, keinen halben Meter tiefe eine kalte, abkuehlende Stroemung. Wieder neue Korallen und Fische, die ich bisher noch nicht gesehen habe. So schoen nach den drei Wochen Bali endlich mal wieder im sauberen Wasser zu schnorcheln, hat mir mehr gefehlt als ich dachte. Kaum zurueck an der Lady kommen drei Fischerboote mit jungen Kerlen und ankern, zwei Meter neben mir. Mir fallen zwar die Augen zu, aber ich glaube es steht noch Kommunikation an. Die Mutigsten kommen rueber, sechs Halbwuchsige sitzen in meiner Pflicht und wir tauschen meine paar Worte Indonesisch gegen Ihrer paar Worte Englisch, wunderschoen. Die Bitte den Innenraum als mein Privates zu akzeptieren nehmen sie hin und haengen von allen Seiten durch die Luken. Ich springe zu den alten Maennern an Bord der Boote und begegne diesen netten Menschen. Auch das, was mich so sehr an Alor erinnert, hat mir so lange schon gefehlt. Eben nicht das touristenversaute Kuta. Die Jungs laden mich ein mit ins Village zu kommen, ihre Haeuser zu besuchen, mir fallen aber die Augen zu, der Gedanke an die Moskitos killt den Rest meiner Energie. Logbuchbericht schreiben, dann schlafen, einfach nur schlafen…

Dumm ist das, wenn ich den Motor ausschalte und mich einfach mal fuer ein oder zwei Stunden hinhaue, werde ich immer von meinem eigenen Schnarchen geweckt. Morgen Nacht hat sich das bestimmt erledigt. Habe vielleicht fuenf Stunden geschlafen, aber die suess, traumlos und tief. Micha wechselt sich jetzt mit Micha ab.






  • 19:19
  • 20.12.2004
  • 07°06.37S, 114°47.47E
  • Kamudi/Goagoa/Indonesia
  • Sankapura/Indonesia/Singapore
  • 28°C
  • nix VAR
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