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Saillag

20:00 Wir haben die Uhren umgestellt, UTC -2 Std., da wir den 30ten Laengengrad passiert haben. Da komme ich gar nicht mit klar und schon ging die Disskussion los, wer wann wie viel Schlaf hat. Hmmh. Schlussendlich: >>Geh doch schlafen, wenn Du Lust hast und weck mich, wenn Du meinst es waere an der Zeit…<< Jaja. So ist das auf dem Segelboot. Am Abend haben uns noch zwei Wale ein bisschen begleitet. Gott sei Dank in angemessener Entfernung. Ich verweise nur auf unsere letzte Walbegegnung vom 24.08.01. Das muss ja nun nicht noch einmal sein. Oder? Nach Bestimmungsbuch sollen es wohl zwei Buckelwale gewesen sein, die sich hier gerne zu Sex treffen. Aha. So ist das also. Prust! Unsere Geschwindigkeit nimmt stetig ab. Ob wir noch vor Weihnachten in der Karibik ankommen? Ich habe ja schon oft gehoert, dass der Passat manchmal wegen Unterbezahlung streikt. Wir koennen nur hoffen, dass es morgen wieder besser wir, sonst koennen wir an die Riemen gehen.

15:05 Der Wind steht auf der Lady bei raumschotem Kurs. Dat kann die Windsteueranlage nun wirklich nicht mehr. Also muss Gustav (hydraulischer Autopilot) ran und ich zieh mich einfach aus und schuette mir ab und an einen Eimer Meerwasser ueber den Kopf.. Die Wetterkarte sagt nichts gutes. No Wind. Nun gut wir fahren noch und werden sicherlich auch ankommen, aber eigentlich sind wir ja nen Segelboot.

Ansonsten ist Happyness auf der Lady angesagt. Natale liest mal eben Ihre Buecherei, ich habe auch schon mein erstes fertig und bin auch vollkommen fertig, von der ganzen Rum!liegerei. Aber Natale hat Antit-Thrombose-Spritzen mit, fuer den Notfall und was weiss ich nicht noch alles.

14:14 So langsam stellt sich eine Regelmaessigkeit in unserer Geschwindigkeit ein. Morgens, zwei Stunden bevor wir unser Etmal nehmen, faengt die Lady an zu rasen, damit wir nicht enttaeuscht sind. 112 sm haben wir diesmal erreicht. In den Mittagsstunden, wenn die Sonne knallt, wird sie dann aber wieder muede und zockelt so vor sich hin.

Micha und ich essen heut nur Bananen, denn die Angel bleibt leer. Ganz leer, muss man dazu sagen, denn als wir sie vorhin reingeholt haben, waren nicht mal mehr Haken, Koeder und Blei dran. Angelschnur glatt durchgebissen. Es gibt also Fische, allerdings noch nicht in unserer Bratpfanne:-(

08:23 Heute koennen wir die Uhr eine Stunde zurueckstellen, ein sicheres Anzeichen dafuer, dass wir wirklich vorwaerts kommen Richtung Westen. Damit liegen wir jetzt gegenueber Deutschland 3 Stunden zurueck.

Die Strassenbahnschienen, von denen Micha heute nacht geschrieben hat, scheinen wohl nu nachts auszuliegen, im Moment rollt es mal wieder ganz schoen, allerdings hat der Wind auch wieder nachgelassen, daran kann es auch liegen.

04:10 Ich habe lange drueber nachgedacht, warum Daisy (Pendelsteueranlage) immer so viele Schlangel faehrt und siehe da heute Nacht kam dann die Erleuchtung. In Fuerteventura hab ich eine naechtliche Heckkollision gehabt. Die Windfahne ist damals gebrochen und ich hab sie durch eine neue ersetzt. Die neue ist wohl etwas schwerer und schon stimmte das Verhaeltnis nicht mehr genau.

Ein paar Gramm Angelblei am unteren Ausgleichsgewicht mit etwas Nirodraht fuehren zu Luxus auf der Lady. Wir segeln wie auf Strassenbahnschienen durch die Wellen. Na ja. Fast. Entsprechend der geringeren Ausgleichsrudersteuerungen fahren wir schneller und der Stahlkasko pendelt sich nicht wie wild ein und das Innere wird nicht mehr zur Waschmaschine. Kann aber auch sein, dass mir das nur so vorkommt. Auf diesen Nachtwachen wird man ja etwas neurologisch ueberreizt. Oder war ich schon immer so. Grins. Ich kenn da so einige, die werden jetzt auch grinsen.

Aber man stelle sich vor: Einen halben Knoten schneller ist auf einer Strecke von ca. 2000 Meilen eine Verbesserung von 44 Meilen. Also gut 10 Stunden schneller, die man da ist. Jetzt kommen wir also nicht mehr Montag frueh an, sondern Sonntag abend. Zur Belohnung darf man beim Einklarieren in Tobago 50 Dollar Ueberstundengebuehr bezahlen… Ahem. Ich geh das Blei wieder abnehmen. :-)

01:13 Ganz schoen was los hier heute nacht, erst taucht noch in Michas Wache ein Tanker an Steuerbord auf, mittlerweile verfolge ich den Weg eines weiteren an Backbord. Soviel Wasser und dann gleich zwei Dampfer in einer Nacht. Beide aber Gott sei Dank nicht auf Kollisionskurs. Die scheinen gerade aus Amerika zu kommen, und schnell sind sie. Hat man mal 10 Mintuten nicht hingeguckt, schwupps sind sie schon weiter!
Schon gut, dass wir nachts immer Wachen halten und nicht beide einfach schlafen gehen, ist eben doch ordentlich was los hier und wir wollen uns nichtdarauf verlassen, dass die andern uns schon sehen werden.

00:10 Blau! Unglaublich aber wahr. Wir gewoehnen uns langsam daran und fangen langsaman zu kapieren, dass sich das jetzt sehr lange nicht aendern wird. Eben, leben auf dem Boot. Langfahrt und wunderschoen, aber eben auch unspektakulaer. Zmindest bei dem Wetter. Was ja auch gut so ist.






  • 00:10
  • 17.11.2001
  • 'N/A, 0
  • Atlantik
  • Tobago/Trinidad
  • 26°C
  • 3 NE
  • 2

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