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Ankerfall

Landfall is nicht. Da wir keine Detailkarte von Tarafal haben suchten wir uns mit TRANSAS, Radar und Echolot an die 10 Meter Tiefenlinie heran und endlich fiel der Anker. Ruhe.

Mit dem Beginn dieses Schlages, seinen Starkwinden, Kreuzseen und dementsprechend ekelhaften Wellen hat es uns irgendwie auch den Rest versaut. Dazu kommt meine Grippe, aus Tarafal / Santo Antao importiert (Das ist vielleicht komisch, bei den Temperaturen krank zu sein).

Was soll es. Nur weil wir eine Weltumsegelung machen muss es ja nicht immer schoen sein. Auf jeden Fall liegen wir jetzt ruhig in der Bucht, keine Ahnung wie es um uns herum aussieht, aber dick gluecklich. Petroleum ist nachgefuellt. Natale macht Spagetti und danach: Nix, wie Schlafen. Morgen ist Montag: Also frueh aufstehen.

Das Meer ist blau mit kleinen Schaumkroenchen, die Lady zieht friedlich mit Gewackel durch das Wasser, eigentlich alles gut, aber heute wollen wir nur eins, ankommen. Micha grippt sich gerade ein und zu allem Uebel ist auch noch das Petroleum zum Kochen alle. Mitten in der Bratkartoffel mit Spiegelei Zubereitung zum Fruehstueck machte es nur noch Pfft und nichts als heisse Luft kam aus dem Herd.

Micha hat das Spiegelei noch durch den Einsatz unseres Gasbrenners gerettet, war ein bisschen wie im Chemieunterricht das Hantieren mit dem Bunsenbrenner. Zum Nachfuellen wackelt es zu sehr, Abendessen gibt es also erst mitten in der Nacht, wenn wir Tarafal erreicht haben.

Aber wahrscheinlich sind wir auch einfach nur traurig, dass wir von Santo Antao wegfahren mussten und wollen es beide nicht zugeben. Die Menschen dort haben wir ziemlich ins Herz geschlossen, so dass der Abschied wohl noch ein bisschen nachwirkt.

Wind is wech. Motor an. Hmm. Nicht so schoen, aber dann werden wenigstens die Batterien wieder voll. Micha schlaeft tief und fest und ich denke ueber das Fruehstueck nach. Warmes Abendessen fiel gestern aus, wer kocht schon gerne auf dem Ruecken eines Kamels?
Vielleicht Bratkartoffeln, jetzt. Wer weiss, wann der Wind wieder loslegt. Eventuell helfen die auch gegen Michas anfliegende Erkaeltung, die er aus Tarafal mitgebracht hat.

Dem Skipper war so richtig schlecht. Der Eimer mit den Koedersardininen hat so angefangen zu stinken, dass ich mich fast uebergeben habe. Natale hat Wache und ich bin gerade aufgewacht, wie der Wind auf NE gedreht hat, mit dem ueblichen Schlagen von Segeln, Geknarre von Winschen und Schreien von ultraharten Schooten. Ich leg mich wieder hin. Ich darf noch zwei Stunden, sonst wird mir wieder uebel ;-)






  • 02:15
  • 21.10.2001
  • 16°19.79'N, 024°40.41'W
  • 137
  • 5,0
  • 25°C
  • 4 NE
  • 2,5

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