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Stickstoff Junkies

23:58 Nach diesen allgemeinen Bonaire Infos fehlt natuerlich noch der Bericht ueber die gestrigen Tauchgaenge, denn die waren in verschiedener Hinsicht (mal wieder) einmalig.

Da wir nicht immer zu dritt tauchen gehen koennen, also Micha als erfahrener Taucher nicht immer dabei sein wird, mussten Natale und ich die Reifepruefung vor Ihm ablegen. Man kann auch sagen, dass der Capitano mich nur nach dem praktischen Beweis, dass ich die Capitana im Notfall retten koennte, auch mit Ihr alleine ins Wasser laesst.

Wir uebten:

Abschleppen bzw. Bergen eines bewusstlosen Tauchers
Wechselatmung (mit und ohne Oktopus, also dem zweiten Atemregler)
Notaufstieg
Herz-Lungen-Massage und Notbeatmung

Da Natale und ich die Uebungen bestanden haben, duerfen wir nun auch alleine los ziehen! Sehr genial. Jetzt habe ich also den Wnukschen Ritterschlag erhalten ;-))

Vor der Pflicht sind wir aber noch fuer 30 Minuten auf 20 m am sogenannten >>Windsock<<-Tauchpunkt unterwegs gewesen. Dieses Riff war einfach schoen, ohne besondere Vorkommnisse, bis auf die Tatsache, dass das >>fliegen unter Wasser<< natuerlich klasse war. Nachmittags sind dann Natale und ich zu unserem ersten Tauchgang ohne den Meister losgezogen (Zwischeninfo: Micha hat ueber 200 Tauchgaenge, wobei er nur die Geloggten zaehlt und nicht Arbeitstauchgaenge im Hafenbecken um z.B. den Rumpf vom Bewuchs zu befreien). Natale und ich sind dann zum >>The Lake<< getauften Ort gefahren und sind in ein Doppelriff abgestiegen. Doppelriff in dem Sinne, dass zuerst ein Korallengebiet kam, welches sich bis auf ca. 20m Tiefe erstreckte. Dann kam ein kurzes Sandstueck, welches uebrigens auch sehr schoen das wenige Licht reflektierte, bevor das zweite Riff anfing. Das war ungefaehr so, als wuerde man in einer riesigen Korallen-Bobbahn tauchen. Der zweite Abschnitt sah fuer mich so aus, als haette die Natur als Architekt dieser Formation einen ueber den Durst getrunken und in einem Anfall von Lust die verruecktesten Formen gestaltet. Harry Potter unter Wasser. Das Buddyteam Natale und Mark meisterten dann auch diesen Tauchplatz souveraen und die Kommunikation unter Wasser klappte 1A. Genau so soll es sein. Ein kleiner Augen-Blick sagt manchmal mehr als tausend Worte. Bei dieser Gelegenheit konnte auch mein heute neu erstandener Tauchcomputer getestet werden. Auch in dieser Hinsicht alles 1A. PS: Ich hoffe man verzeiht mir den hemmungslosen Einsatz von Anglizismen, diese Ausdruecke sind nun mal leider zu sehr Teil meiner Alltagssprache.

19:58 Solange ich, Mark, noch an Bord bin und Logbuch-Berichte schreiben darf, wird es wohl fuer die Fahrtensegler unter den Lesern recht langweilig werden, da ich nur begeistert ueber die Tauchgruende in Bonaire berichten kann. Ich hoffe alerdings, dass ich dadurch vielleicht den einen oder anderen Segler fuer diesen sogenannten >>Sport<< interessieren kann (Eigentlich ist tauchen fuer mich eine aktive Entspannung, hat etwas meditatives). Ich habe zwar erst seit zwei Wochen eine Ahnung, was Segeln ist, aber eines weiss ich auf jeden Fall: Segeln und Tauchen passen bestens zusammen. Einmal ueber Wasser mit all seinen Wundern und Herausforderungen, einmal das Ganze unter Wasser. Ein Traum. Das Tauchen auf Bonaire ist wirklich sehr toll, auch wenn wie bereits geschrieben dass Preis-Niveau recht beachtlich ist. Hier ist alles auf amerikanische Touristen ausgerichtet. Da die Yankees allerdings seit dem 11.9.2001 nicht mehr soviel reisen, ist es hier erstaunlich ruhig – also genau richtig. Eine wichtige Bemerkung vorweg: Auf Bonaire benoetigt man zum Tauchen keinen offiziellen Tauchfuehrer, den man fuer teures Geld buchen muss (Wer im roten Meer tauchen war weiss, was ich meine). Es gibt keine Tauchgruppen bzw. Massentauchen, wie z.B. in Dahab / Sinai (das Revier, welches ich ein wenig kenne). In Bonaire mietet man sich idealerweise einen Jeep, kauft sich ein woechentliches >>unlimited air<< Paket und kann dann wie in einem >>Drive Inn<< einfach die Flaschen mit Pressluft mitnehmen, die man braucht. Dann fahert man zu einem der 64 Tauchplaetze und los geht es. Da die Riffe rund um Bonaire seit 20 Jahren komplett ein Naturschutz-Gebiet sind, ist die Umgebung super in Ordnung. Nicht umsonst seht auf den Nummernschildern: The Divers Paradise. Die Bestimmungen sind hier recht streng und heute sind wir auch kontrolliert worden. So ist es z.B. nicht erlaubt, mit Handschuhen oder Knieschonern zu tauchen, da dies dazu verleiten koennte, sich doch mal abzustuetzen bzw. hinzusetzen. Wir alle sind der Meinnug: Recht so!






  • 19:58
  • 05.03.2002
  • 11°53.15'N, 066°50.68'W
  • Bonaire/ABC Inseln
  • -
  • 27°C
  • 2 E
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