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Goetter, Opfer und dennoch Regen

Um nicht nur Kuta Beach und Surfer zu sehen, haben wir heute unser Saecklein gepackt, uns aufs Moped geworfen und sind Richtung Inselnorden, Tempel und Vulkane geduest. Einmal die vierspurige Schnellstrasse um Denpasar hinter sich gelassen, gelangt man ganz schnell in gruenende Landschaft. Reisfelder, Bananenplantagen und Werkstaetten. Steinmetze, Moebelbauer, Schnitzereien, Schneidereien, Maskenbauer, Silberschmieden, einfach alles, was man sich vorstellen kann. Die ganze Insel ist eine riesige Werkstatt und je nachdem, in welchem Teil man sich aufhaelt, findet man die jeweils verschiedenen Zuenfte. Bei all den wunderschoenen Moebeln, die am Strassenrand ausgestellt sind, moechte man sofort hierbleiben, ein Haus kaufen und es einrichten.

Zwischen all den bekannten Handwerken finden sich auch Exoten wie das Dorf der Eibemaler. Echte Eier, Ente, Gans und Strauss werden hier ausgeblasen und von Hand mit teils traditionellen hinduistischen Motiven, teils modern bemalt. Fragile Kunststuecke, jedes einzelne.

Und wieder Reisfelder und viele, viele Warungs, aus denen es nach Mittagessen duftet. Da wir eh nach dem Weg fragen muessen, trauen wir uns und suchen einen Babi-Guling-Stand auf. Ein kleines gegrilltes Spanferkel tront da auf einem Spiess ueber vielen Toepfen in denen seltsame Schweinereien liegen, im wahrsten Sinne des Wortes. Zwei mal campur bitte, das heisst von allem. Reis, scharfe Chilisosse, ein bisschen Spanferkel und kleine Haeppchen. Mein Ding ist das nicht, kann ich doch nicht indentifizieren, um was es sich bei den kleinen Spiesschen, Wuersten und Kluempchen handelt. Aber es gehoert dazu, und ein paar Bissen Reis mit Chili ueberdecken den scharfen Tiergeschmack.

In Bangli fragen wir nachdem weiteren Weg zum Tempel und lernen Ida kennen. Ida verkauft Ginsengkaffee und Gesundheitspillen von Haus zu Haus, was sich multi-level-marketing nennt. Ganz angetan ist sie von uns und unserer Story und gleich werden wir fuer den Nachmittag zu ihr eingeladen. Mal sehen. Zuerst der Tempel.

Nein, zuerst eine Regenjacke. Der Himmel zieht sich merklich zu. Auf dem Markt erstehen wir eine schicke blaue Regenkombi fuer 4 Euro fuer mich und ein silberernes Cape fuer Micha. Bisschen klein, der Kopf passt kaum durch, aber es geht.
Anziehen duerfen wir sie auch gleich, es faengt an zu schuetten. Es schuettet auch weiter, waehrend wir die Tempelanlagen besichtigen. Aber uns geht es gut, wir nehmen es mit Humor. Nur die Kameras sind leider schon den ganzen Tag im Rucksack geblieben. Die Tempel sind riesig. Mehrstufige Anlagen mit Familientempeln, Haupttempeln, Nebentempeln, reichverzierten Tueren und Toren und moosbewachsenen Statuen von Elefanten, Goettern, Geistern und Drachen.

Naechster Stopp ist ein traditionelles Dorf in den Bergen. Es schuettet uebrigens immer noch. Symetrisch aufgebaut gehen hier von einem steinernen Hauptweg 76 gleichgrosse Grundstuecke ab, in denen die Familien wohnen. Sie leben vom Kaffeeanbau, Bananen, Mangos und Suesskartoffeln und fertigen alles, was sie zum Leben brauchen aus Bambus. Die Haeuser, Waender, Decken und Daecher. Bambus. Bambusrohr, geteilt, geflochten, geschichtet, getrocknet, gespalten. Jedes Kompartment ist gleich aufgebaut, erst der Familientempel, dann das traditionelle Kochhaus und Zeremonienhaus, und weiter hinten ein modernes Steinhaus mit den Schlafzimmern. Wir bekommen Kaffee angeboten und unsere Gastgeberin fabriziert in Windeseile eine wunderschoene Schachtel fuer mich. Aus Bambus natuerlich.

Es regnet wieder. Die Investition in die Platikindustrie hat sich schon voll und ganz gelohnt. Wir suchen und finden Ida. Die ist ueberrascht aber erfreut. Haette nicht gedacht, dass wir sie besuchen kommen. Mit der ganzen Familie und ein paar Freunden, die vorbeischauen sitzen wir bei Tee und Gebaeck zusammen und palavern halb Englisch, halb Indonesisch bis es Zeit fuer uns wird, ein Hotel zu suchen.

Bangli Inn heisst der Schuppen, als einzige Gaeste bekommen wir die Suite mit Balkon und eigenem Bad fuer schlappe 11 Euro die Nacht. Inklusive Mutantenkakerlake im Schrank. Macht nix, lassen wir den Schrank eben zu.

Hatte ich schon erwaehnt, dass es regnet? Das tut es, und zwar die ganze Nacht…






  • 20:00
  • 02.12.2004
  • 08°44.42S, 115°12.80E
  • Bangli/Bali/Indonesia
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  • 30°C
  • 1 VAR
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