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Sunday in Paradise

15:05 >>Hau ab, Du bloedes Vieh!<<, ich zucke mit der Schulter, die eher heiss als kalt ist. Hier auf Isabella ist es heiss. Richtig heiss. Zwischen 10 und 16 Uhr haelt man sich am besten nur im Schatten auf. Die Sonne verbrennt einem sonst direkt das Hirn. Im Boot regieren die Fliegen. Natuerlich endemisch, dass heisst: Schneller als jede Fliegenklatsche. Zwischen Panama und Galapagos duempeln inzwischen gut ein Dutzend Segelboote auf dem Weg hierher. Wir sind anscheinend noch rechtzeitig weggekommen. Die Wetterkarten sehen traurig aus. Kein Wind. Auch hier bei uns liegen Handtuecher ueber den offenen Luken um die Sonne vor dem Schiffsinneren abzuhalten, ein wenig der Brise einzufangen und ins Bootsinnere zu leiten. Auszulaufen ist vollkommene Dummheit. Vor dem 10 suedlichen Breitengrad ist nicht mit Wind zu rechnen und wenn ueberhaupt nicht ueber 10 Knoten. Die INOUK muss morgen eigentlich raus, wenn der Hafenmeister kein Einsehen hat. Dass wuerde heissen: Motoren. Keine schoene Vorstellung. Mindestens ein oder zwei Tage um die Tradewinds zu fangen. Kein schoener Anfang. Pinguine schwimmen ums Boot, direkt vor der Nase der Lady liegen drei wunderschoene Inseln, die wir auch ohne Fuehrer besuchen duerfen. Seeloewen teilen sich mit tausenden von Leguanen einen weissen Strand, Ammenhaie liegen faul in einer Lawarinne unter Wasser und eine ganze Kolonie der lustigen Voegel im Frack. Allerdings sind sie doch sehr klein und eher graue Geschoepfe. Unter Wasser fliegen sie mehr, als dass sie schwimmen. Zumindest sind sie aktiver, als die Segler. Die Skipper haben heute morgen die Genua gewechselt. Wie die Anfaenger haben wir das arme Segel in der vergangenen Zeit zu sehr der Sonne ausgesetzt. Jetzt muss es zum Doktor nach Thaiti und das ist ein langer Weg. Wie immer wussten Natale und ich alles gleichzeitig besser beim Segelwechsel und haben uns angeranzt wie die kleinen Kinder. Vielleicht sollten wir uns noch ein paar Sandkastenfoermchen zulegen, die wir uns in solchen Situationen gegenseitig an den Kopf werfen koennen. Es schwebt was in der Luft. Es ist wie immer vor jedem langen Schlag die Nervositaet ob alles gut geht, der Respekt vor der riesigen Wasserflaeche, den unvorstellbaren Distanzen die da vor einem liegen und zu deren Bezwingung sich man selbst irgendwann entschieden hat. Traum oder Wirklichkeit?






  • 15:06
  • 16.03.2003
  • 00°57.95S, 090°57.76'W
  • Isabela / Galapagos
  • -
  • 32°C
  • SE -
  • -

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