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Sudsee, 1. Lektion

17:54 Wir fahren an Land. Schon frueh am Morgen. Ganz einfach, ins Dinghi steigen, zum Anleger fahren, aussteigen, fertig. Wir werden nicht nass, kein Schwell, kein hoher Surf, kein Riff zu ueberwinden. Alles ganz einfach. Puh, endlich.

Und dann empfaengt sie uns, die Suedsee. Mit all den Baeumen, Pflanzen und Blumen, die wir schon so oft auf Bildern und in Buechern gesehen haben.
Und irgendwie ist hier auch Frankreich. Der ganze Ort strahlt die Atmosphaere eines franzoesischen Dorfes aus. Die Menschen, allerdings mit polynesischen Gesichtern laufen mit dem Baguette unter dem Arm rum, die Maenner rauchen Gauloises, der Briefkasten ist aus Frankreich importiert. Unglaublich. Und alles ist so sauber, die Wege, die Gaerten, kein Dreck liegt herum. Um die Haeuser wachsen Brotfrucht, Pampelmuse, Apfelsinen, Bananen und Papaya.

Das Laufen fuehlt sich komisch an, nach so langer Zeit, auch wenn wir unsere ersten Erfahrungen ja schon auf Pitcairn machen konnten, nach den drei Tagen ist es wieder ein Erlebnis. Das Wichtigste aber nach ein paar Wochen ist: Konsum. Endlich wieder Laeden zum Einkaufen. Die Post tauscht unsere Dollars in einen Haufen polynesische Franc um. Doch nach einem Blick in den nacehsten Laden entdecken wir, fuer diesen Haufen bekommt man nicht viel! Ein paar kleine Beispiele zum Schmunzeln: ein 10 Eier – 5 Euro, 500 ml Cola – 2 Euro, halbes Kilo Gurken, 3,50 Euro, 1 Dose Corned Beef – 5 Euro. Baguette ist dafuer preiswert und sehr lecker, scheint in den naechsten Wochen zum Grundnahrungsmittel zu werden!

Doch was wir nirgendwo in den Laeden sehen, obwohl es ueberall waechst, sind die Fruechte. Wir fragen. Wie, Fruechte verkaufen, die werden doch von der Natur geschenkt, jeder hat seine eigenen. Ja, aber wir koennen doch nicht einfach irgendwo ernten. Ja, das waer allerdings ein Problem. Da sitzen wir, mitten in der Suedsee unter Fruchtbaeumen kommen nicht dran. Fritz, ein deutscher Fremdenlegionaer in Rente erklaert, Fruechte bekommt man geschenkt. Gut, muessen wir nur noch Menschen kennenlernen, die uns beschenken wollen. Auf dem Rueckweg zum Dinghi sehen wir zwei Maenner, die gerade Pampelmusen ernten. Ich nehm ich meinen Mut und mein eingerostetes Franzoesisch zusammen und frage, ob wir ein paar kaufen koennen. Im Nu sind wir mit Pampelmusen ueberhaeuft worden, nur bezahlen duerfen wir nicht. Was auf der Insel waechst, gehoert irgendwie allen, man muss nur fragen.
Am Abend kommt dann ein Franzose, mit dem wir an Land kurz geschnackt haben vorbei und schmeisst uns nen Thunfisch Bonito ins Cockpit.

Wahnsinn, das entschaedigt doch fuer die teuren Preise in den Laeden, man kann also auch mit wenig Geld hier wie Gott in Frankreich leben! 1. Lektion gelernt.






  • 17:54
  • 29.04.2003
  • 23°06.93S, 134°58.05'W
  • Mangareva/Gambier
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  • 26°C
  • NE 1-2
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