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Is schon nicht einfach

20:09 Die Stimmung auf der Lady ist nicht gerade die Beste. Der Abschied von der Taupiri Familie, die stuermische Nacht und die unruhige See macht uns ganz schoen fertig. Ich habe fast den ganzen Tag geschlafen, was Natale jetzt gerade nachholt. Der Himmel ist endlich mal wieder sternenklar und ich warte auf den Mond, der die ganze Szene beleuchten wird. Nachtwache. Der Computer streikt mal wieder, aber mit einem Image gelingt mir die Reperatur ohne viel Aufwand. Es geht weiter. Was wird uns alles in Tahiti erwarten. Monatelang hatten wir keinen Strassenverkehr und nur einsame Atolle oder den gar nicht so stillen Ocean um uns herum. Am meisten freuen wir uns ueber das Packet von Nadia mit gesammelten Ersatzteilen und Ueberraschungen. Nadia schreibt, dass wir auf jeden Fall Fotos machen sollen, wenn wir das Ding dann endlich oeffnen. Hmm. Das treibt die Spannung natuerlich weiter in die Hoehe. So. Mir wird schon wieder komisch hier unten beim Schreiben am Computer. Hab mich wohl immer noch nicht wieder an das Gewackel gewoehnt.

15:13 Der Wind hat sich ein wenig gelegt, die Welle leider nicht. Dementsrechend sehe ich von meinem Platz am Rechner in einer Sekunde nur Himmel, in der naechsten nur Wasser. Brrrr, schoen ist das nicht. Dafuer haben wir schon ueber die Haelfte der Strecke abgerissen und werden wohl morgen frueh Tahiti erreichen.

Die Cockpitgespraeche drehen sich hauptsaechlich darum, was wir am liebsten als ersten taeten, wenn in der Grossstadt Papeete angekommen sind. Mir ist im Moment nach heisser Badewanne mit viel Schaum und Sauna, Micha will danach zum Essen ausgehen und auf dem Rueckweg steht der Besuch im Supermarkt an. Nicht zu vergessen das kalte Bier, kaum zu glauben, das letzte ist mittlerweile ueber 5 Wochen her.

Doch davor stehen noch ein paar Meilen ruppige See, als Trost gibts ne Kokosnuss.

07:00 Wie die Anfaenger laufen wir gestern Nachmittag aus um nach Tahiti zu segeln. 220 Meilen, ein kurzer Schlag, der Wetterbericht stimmt. 20 Meilen schoenes Blauwassersegeln, dann kommt eine schwarze Regenfront nach der anderen. 40 Knoten Boen. Segel rein, Segel raus. Uns beiden ist schlecht, vier Wochen an Land, da sind die Seebeine wech. Hm. Und noch nix im Magen. An Logbuchberichte schreiben ist gar nicht zu denken. Entweder flach liegen oder in der Plicht verkeilt sitzen, in vollem Oelzeug und dicker Unterwaesche. Scheisse, so hatten wir uns das nicht vorgestellt. Es wird dunkler, der Wind stetig mit heftiger Regenboen nun um 35 Knoten. Muss das sein? Irgendwann zaubert Natale Spagetti und alles wird besser, die gruene Farbe um unsere Nasen verschwindet langsam. Die Nacht bleibt belebt: Hohe See von der Seite, Reffen, Fieren, Reffen im Abstand von 40 Minuten. Zwischendurch gar kein Wind und Regen aus Eimern. What you see is what you get… Diese Wetterberichte.

Inzwischen feiern wir den Tag danach, dass uns in der Nacht nichts passiert ist und der Wind ist abgeflaut. Die Regenwaende bleiben uns wohl fuer die naechste Nacht erhalten. Wir sind zu schnell. In der Nacht koennen wir Papeete nicht anlaufen.

Mir wird schon wieder schummrig hier zu schreiben. Bis denne.






  • 07:00
  • 18.07.2003
  • 16°32.36S, 147°29.12'W
  • Tuamotus
  • Tahiti
  • 25°C
  • SE 4-7
  • 3-5

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