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und es blaest…

13:58 20 Boote liegen in der recht kleinen Bucht vor Rikitea, um uns herum viele Riffe. Um der ganzen Lage etwas zu entgehen, beschliessen wir und die Italiener zu einer anderen Insel zu verholen, einer Leekueste ohne nennenswerte Untiefen. Verfolgt von den Blicken von bestimmt 18 Menschen mit Fernglaesern versuchen wir durch den Kanal in die offene Lagune zu kommen, doch zu frueh gefreut. Mit knapp 2 Knoten bewegen wir uns unter 2200 Touren vorwaerts, gegen Wind uns Welle. Nichts zu machen, nach 10 Minuten drehen wir wieder um, sehen die Italiener mit ihrem leichten Aluschiff von dannen ziehen.

In der Bucht tut sich mittlerweile einiges, Boote gehen ankerauf, nutzen das neue Platzangebot und erhoffen sich ein bisschen weniger Welle, ein bisschen mehr Raum zu den Nachbarn. Wir finden dennoch ein Plaetzchen, allerdings nur einige Minuten vor einer anderen Yacht, die genau unseren Spot haben wollte. Chaos in der Bucht. Es fallen zwar keine boesen Worte und trotzdem versucht noch jeder jedem zu helfen, aber dennoch merkt man den Seglern in erster Linie die Sorge um das eigene Schiff an. Zwischendurch sieht man in Oelzeug vermummte Gestalten von Boot zu Boot fahren. Die Sonne scheint zwar, aber durch die Wellen wird jede Dinghifahrt zur Wildwasserbahn.

Auch die DEZIBEL ist umgedreht, konnte die Bojen der Perlfarmen in den Wellen nicht ausmachen und beteiligt sich nun am Ankerplatzsuchspiel.
Gott sei Dank ist bisher nichts nennenswertes passiert. Etliche Boote haben sich zwar beruehrt, eines hatte sogar Grundberuehrung, aber ausser ein paar Kratzern ist alles im Lack.

Zu allem Ueberfluss streikt auch noch die Wetterstation in Tahiti, so dass kaum lokale Wetterberichte zu bekommen sind. Doch eines wissen wir jetzt, Das Kind hat einen Namen, so wie die starken Suedwinde in Kolumbien und San Blas, die Huehnerarsch hiessen, hat auch dieses Phaenomen einen Titel, sehr wohlklingend: Maramu. Was immer das heisst… Den Namen und die Schreibweise zu lerne,n hatten wir den ganzen Morgen Zeit, denn das Schiff, das kaum eine Bootslaenge entfernt laengsseits von uns lag war eine Amel, Bootstyp Super Maramu.
Die Maramus treten hier gerne im Juni, Juli, August auf, kann also sein, dass es nicht unser letzter war.

05:54 Einen Tag lang gab es die Ruhe vor dem Sturm und seit gestern abend kachelt es dass einem die Ohren abfallen. Suedost bis 40 Knoten in Boen auch mal mehr. Das erinnert mich an die Herbststuerme, zu Hause im Haus meiner Eltern, wenn die Dachpfannen ueber die Strassen flogen und die Baeume umknickten wie Streichhoelzer. Das sind die Zeiten wo man sich ein Haus auf dem Festland wuenscht und aus romantischen Segeln die Horrornaechte mit darauffolgenden dicken Ringen unter den Augen werden. Aber der Anker haelt.?!

Genau in solchen Naechte ist man dann froh neue Kette erstanden zu haben. Beim naechsten Mal werden es vielleicht sogar noch 20 Meter mehr sein. Genau jetzt ist man froh den Buegelanker zu haben, der in den letzten vier Jahren nur einmal auf hartem Sandboden versagt hat. Es ist wie eine Vericherung, die wir eben nicht haben.

Gerade kachelt wieder eine Boee durch den Windgenerator, der endlich mal richtig Strom produziert ;-) O.K. Es ist alles so laut und ungemuetlich, dass wir nach dem Fruehstueck mal schauen werden, ob es hier im Archipel nicht einen ruhigeren Ankerplatz gibt. Hatten wir eh vor. Nur die Frage ob wir uns durch den engen Pass trauen. Aber vielleicht wird es ja wenigstens phasenweise spaeter etwas ruhiger.

Kein Boot ist in der Nacht auf Drift gegangen, diesmal waren alle besser vorbereitet. Die Norweger haben sich entschuldigt. Nun ja, mit 30 Meter Kette auf 18 Meter Wassertiefe zu ankern ist auch irgendwie albern. Sie haben wohl ein paar Kratzer abbekommen bei der Kollision, ein paar verbogene Relingstuetzen, aber das ist wohl eigene Schuld.

Waehrenddessen pfeift es weiter und die 35 Knoten sind auch keine Front, die mal eben so durchzieht, sondern richtiger dauerhafter Wind aus SE, die eine unangenehme Welle am Ankerplatz aufkommen lassen. Die Lady huepft wie auf der Kirmes. Ich wird mir mal nen Wetterbericht holen.






  • 05:54
  • 21.05.2003
  • 23°10.73, 134°55.45'W
  • Mangareva/Gambier
  • -
  • 27°C
  • SE 6-8
  • 1,5

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