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Kadawumm!

22:22 Wir laufen den Starkwind und die entsprechende See in etwa 30 Grad ab. Kurs Neukaledonien. Ca 240 Seemeilen Nordoestoestlich von Norfolk spielt die See Pogotanzen mit der Lady, Luke ist bis auf einen Spalt zu, draussen alles festgebunden, drinnen heisst es vor allen Dingen eins: Festhalten. Natale ist sitzend vor dem Kuehlschrank einmal quer durch die Kueche geflogen. Aua. Mich hat es aus der Ersatzseekoje (unsere Spielwiese) einfach so auf den Salonboden geliftet, als wenn Popeij persoenlich anwesend waere.

Tja ja, die Front. Die ist wenigstens durch, die Wolken und der Regen sind weg, der Blick nach draussen in die Gischtverzogenen Wellenkaemme ist schon beeindruckend. Es pfeift und plaerrt! Alles was Krach machen kann darf mitspielen. Die Trommelwirbel auf der Lady sind die Brecher an der Bordwand. Kadawumm! Herein rufen wir. Mal wieder schoen in einem Stahlschiff zu sitzen.

17:04 Den Weg in die Tropen muessen wir uns echt hart erkaempfen. Sonnenschein und warmes Wasser kriegt man anscheinend nicht mal so eben mit Sahnehaeubchen geliefert.
Immerhin ist das Kreuzen zwischen Tonga und Australien vorbei. Irgendwann im Laufe des Vormittags ging es dann hoch am Wind nach Nord weiter. Krawumm, krawumm, das alte Lied…
Das angekuendigte Satelittenbild fiel aus. Nur die Inselumrisse, aber keine einzige Wolke zu sehen, die haben wohl die Samstagsschicht nicht besetzt.
Aendern koennen wir aber sowieso nichts. Nachmittags dachten wir schon, jetzt wird alles gut: Halbwind und strahlender Sonnenschein, zwei kleine Doraden am Haken, Passatwoelkchen. Doch jetzt ist sie noch gekommen, sie angekuendigte Front. 30 Knoten Wind da draussen, Schauer, aber alles von hinten. Uselig. Genau das richtige fuer die Nachtruhe! ;-)

Aber erst gibt es lecker Dorade, wenn sie bei dem Seegang nicht aus der Pfanne huepft…

07:24 Wir kreuzen immer noch. Was sollen wir machen. Warten auf Windaenderung. Im Moment sechs Stunden Australien, sechs Stunden Tonga. Die Meilen zum Ziel sind natuerlich nicht erwaehneswert. So was wie ne Front ist heute morgen am durchziehen. Aber ob das die Front ist, hinter der sich der Wind aus Sued dreht? Gerade downladen wir das aktuelles MetService Satellitenbild via Saildos und Winlink runter zu uns auf die Lady. Mal sehen ob da was zu sehen ist…

http://www.metservice.co.nz/data/tnz_1800_anal.gif

01:09 Lady schaufelt Wasser, Bug hoch – runter, krawumm. Raus mit der Nase, Luft anhalten, abwaerts, bumm, zisch. Geraeuschkulisse ist ohrenbetaeubend, jetzt mit Crew, im Vorschiff schlafen muessen waehrend der Freiwache. Nein, Danke, sind wir doch ganz gut dran zu zweit. Wie schraeg segeln wir denn? Keine Ahnung, Lady besitzt keinen Schraegometer mit Gradanzeige, wie ihn die meisten Yachten haben.
Zu schraeg zum Leben, zu schraeg zum schlafen. Krawumm, wieder ne Welle, Lady taucht Nase ein, stoppt, schlingert mit dem Hintern und legt sich wieder auf die Seite. Immer wieder, und wieder. Nach der Wende laufen wir jetzt Kurs Tonga, auch nicht viel besser, aber was will man machen. Erinnert mich zur Zeit ein bisschen an die Passage von Rolf von der Schlampe, aber morgen werden die Wetterkarten wieder neu gemischt, vielleicht kriegen wir ja endlich unseren Sued wieder.

Ueberhaupt, bisher lief es ja wirklich prima, 24 Stunden hoch am Wind sollten wir schon abkoennen, in die umgekehrte Richtung hatten wir das 11 Tage durchgehend. Augen zu und durch. Krawummm.






  • 01:09
  • 05.06.2004
  • 28°39.12S, 172°10.59E
  • Suedsee
  • Vanuatu
  • 22°C
  • N 3-4
  • 1,5

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