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Ankerfall in Paradies

15:34 Wir haben im historischen Suwarrow unser Eisen ins Wasser geworfen. Neben uns 23!!! andere, hauptsaechlich Amerikanische Yachten. So sieht das aus. Aber wir lassen uns unsere Laune nicht verderben, trinken unseren Anleger und werden uns gleich mal an Land machen…

06:33 Ich fuehle mich wie in der Konvergenzzone. Kein Wind. Hohe Wolkenberge am Horizont. Das Wasser spiegelglatt, als wenn eine Schicht Oel darauf liegen wuerde. Seit letzter Nach motoren wir mit kleiner Drehzahl. Es ist in den naechsten drei Tagen kein Wind zu erwarten. Andere Boote liegen auch mitten auf dem Pazifik und warten auf Wind. Fuer uns waren es nur noch 65 Meilen. Da viel die Entscheidung zu motoren dann etwas leichter. Oder noch mal drei Tage kalmen? Ne besser nicht.

Der Sternhimmel ist fantastisch in der letzten Nacht gewesen. Bis herunter zum Horizont konnte man alle Sternbilder erkennen, die Planeten und die funkelden Satelliten. Die Letzteren gehoeren zwar eigentlich nicht dazu, aber integrieren sich hervorragend. Mit unserem Sternenprogramm macht es richtig Spass immer mal wieder nachzusehen, was gerade was und wo ist, mit blossen Augen und gar kein Problem.

Jetzt aber geht die Sonne auf. Gegen Nachmittag werden wir Surrawow erreichen und gutes Wetter ist uns garantiert.

00:01 Unsere selbstgebastelten Koeder scheinen zu funktionieren. Eine der, mittlerweile 3!!!, Angeln, die wir draussen haben, hatten wir vergessen nach Sonnenuntergang reinzuholen. Augekluegeltes Bisswarnsystem ueber Bootshaken usw. Funktioniert auch. Erst hoere ich Voegel kreischen, dann ein Klong-zisch-peng. Biss! Und durch die Leine, mal wieder. 1mm dicke Nylonschnur von den Kapverden, unglaublich. Die Position des Bootshakens hat sich auch veraendert. Keine Ahnung, was hier fuer Monster in der See leben.
Tagsueber beschaeftige ich mich mit neuen Fischmethoden. Auf Niue gibt es ein spezielles System, Oktopus zu fangen, basierend auf einer alten Legende:
Eine Ratte machte demzufolge einst einen Spaziergang auf dem Aussenriff und wurde von der Flut ueberrascht. Abgeschnitten vom Land, fing sie fuerchterlich an zu jammern und zu weinen. Eine Oktopus wurde durch das Wehklagen angelockt, setzt sich die Ratte auf den Kopf und traegt sie sicher an Land. Doch da Ratten nun mal Ratten, und damit angeblich fiese kleine Biester sind, hat diese nichts besseres zu tun, als dem Kraken als Dankeschoen auf den Kopf zu kacken! Unerhoert. Natuerlich schwoert der Oktopus Rache und verkuendet, dass von nun an jede Ratte, die sich auf dem Riff verlaeuft, gejagt und ins Wasser gezerrt werden soll, auf das sie ertrinke.
Jahre spaeter wird diese Legende auch den menschlichen Wesen bekannt, die gleich Profit aus der Sache schlagen, indem sie Koeder anfertigen, die wie Ratten aussehen und damit bei Hochwasser am Riff Kraken fischen!

Vielleicht koennen wir ja auch noch aus der Geschichte lernen, muessen eben nur die alten Sagen, Fabeln und Legenden lesen, um die natuerlich Feindbilder der Thunfische und Doraden zu entdecken, Wer weiss, vielleicht muessen wir kleine Schlangen, Kaenghurus oder Meerschweinchen basteln. Die Nacht ist noch lang, ich werde mal Buecher waelzen…






  • 00:01
  • 30.08.2003
  • 13°26.67S, 161°49.92'W
  • Suedpazifik
  • Suwarrow/Cook Islands/NZ
  • 27°C
  • N 2
  • 1

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