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Normales Leben

Über das südliche Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents ziehen drei Tiefdruckgebiete, die es in sich haben. In Knysna regnet es seit vorgestern, Innenraumtemperatur 18 Grad, draußen in Böen 40 Knoten Wind. Alle Fenster der Lady sind zu, auch der Niedergang. Familienleben um den Salontisch. Das haben wir seit Neuseeland nicht mehr gehabt. Knetgummi und Kinderbücher. Trautes Heim in Knysna. Wie sich das Leben verändert.

Im Moment suchen wir fieberhaft nach einem Spielpartner für Maya, der entsprechenden Mama, die uns Maya für die Zeit der Geburt abnimmt, damit ich bei der Geburt dabei sein kann und nicht mit Maya auf dem Boot bin. Eine Doula haben wir schon, was so eine Art Geburtsbegleiterin ist, die Nathalie massiert, die Hebammen und den Doktor kennt und schaut das alles so läuft wie es Natale sich vorstellt. Das ist hier so üblich. Die vorzeitig eingeleitete Geburten via Kaiserschnitt sind hier mit 60 Prozent an der Tagesordnung. Ärzte und Personal nehmen ihre Freizeit sehr ernst, wenn man versteht, was ich meine. Natale wollte unser zweites Kind aber ganz gerne genau wie Maya natuerlich gebären.

Ja, das sind so die Themen auf der LADY. Neben Fertigstellung der Achterkabine, also Wandverkleidung, Bilge streichen und unaufhörlichen Hinterheraufäumen von Mayas Chaos, habe ich mir einen Fichereischein gekauft, mich mit den Locals wegen der Köder unterhalten und eigentlich sollte es direkt mit dem Dinghy losgehen. Kaum war das im Wasser sprudelt ein kleiner Springbrunnen im Alluboden. Also Aussenborder wieder ab, Dinghy wieder an Deck und mit Epoxi und Allupulver reparieren. Dauert wieder alles Tage, weil es ja gerade regnet wie Hölle. Im Baumarkt finde ich einen portablen Räucherofen für Grill, Gas- oder Elektroplatte. Aus Edelstahl für 30 Teurotaken. Da hab ich natuerlich schnell zugeschlagen, und auf dem Fischmarkt nen Kilo Hakerfisch ergattert, nen altes Weinfaß in Sägespänen und schon steht alles in der Kömbüse. Der Fisch ist so lecker, dass er es noch so gerade eben auf den Teller geschafft hat und am Kartentisch schon nur noch aus Gräten besteht. Hmm. Maya liebt Fisch und die Eltern sowieso. Fisch räuchern ist einfach der Hit. Die Konstruktion ist so genial, dass man nur wenig Holzmehl braucht und kein Rauch austritt. Das Ding ist also beim Segeln nutzbar und nach einer Stunde hat man den zartesten Fisch den man sich vorstellen kann.

Und noch ne LADY Geschichte. Seit dem wir in South Africa angekommen sind, sehen wir immer auf der Karte >>Linefish<<. Wir also gestern im Fischshop. >>Haben Sie Linefisch?<< >>Klar haben wir Linefisch. Wir haben nur Linefisch.<< >>Das ist ja prima. Wir suchen schon seit zwei Monaten immer in den Supermärkten nach dieser lokalen Spezialität. Immer ausverkauft. Nie haben wir Linefisch gefunden. Auf den Karten im Restaurant gibt es immer Linefisch.<< Die nette Bedienung zeigt uns einen ganzen Bottich Linefisch. Hier liegen die verschiedensten Fische die es hier so gibt. Natale und ich schauen uns an und lachen. Die meinen einfach nur mit der Leine gefangenen Fisch. Alles klar? Zu lange aufm Segelboot gelebt?






  • 20:19
  • 10.02.2007
  • 34°02.49S, 025°02.65E
  • Knysna/Süd Afrika
  • 20°C
  • 4-6 SW/1013
  • 0

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