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Noch alle Knochen beisammen?

Aller Anfang ist schwer

“3-mal habe ich bisher auf einem Kiteboard gestanden. Völlig ungeübt und untrainiert. War ne geile Erfahrung. Mit „self education“ sollte es dann weitergehen, unwissend über all die Gefahren, die einem dabei drohen können. Micha hatte es ja bereits vor 2 Jahren schwer erwischt. Schulterbruch. Das will ich natürlich nicht erleben und entschließe mich statt self education die Vorzüge eines Kitetrainers zu genießen.

Auf Bonaire gibt es zwar eine Kiteschool, jedoch ist die Location absolut untauglich für Greenhorns like me. Auf Klein Curacao ebenfalls viel zu gefährlich. Aber auf Curacao wurden wir fündig. Kleine, geschützte Lagune, abseits gelegen, im typisch karibischen Stil, einfach und simpel mit Möbelfundstücken von der Straße, aus denen Polsterstoff und Federn herausschauen, hergerichtet. Hyggelig :-)

Dafür glänzt Nik, unser Kitelehrer von der Nix Kiteschool mit umfangreichen Wissen. Ein wirklich gemütlicher Zeitgenosse. Wir buchen jeder 2 Stunden. Sicherheit steht bei ihm an erster Stelle. Fehler, die er an Mich’s 14m2 Kite findet, müssen erst repariert werden, bevor es ins Wasser geht. Ich bin zunächst nur Zuschauer und beobachte das Ganze mit respektvollem Abstand. Als absoluter Laie erkenne ich allerdings sofort alle Fehler, die der Micha macht ;-) Das soll mir später nicht passieren. Ich strotze nur so vor Selbstbewusstsein. Nach zwei Stunden kommt Micha völlig ausgepowert aus dem Wasser. Ich schwöre, Micha stand mindestens einmal für mehr als 10 Meter auf dem Board ;-) Er selbst ist einen großen Schritt weiter gekommen. Das macht den Unterschied zwischen einem guten Kitelehrer und einem guten Kitelehrer.

10 Minuten später bin ich dran. Kite selbst aufpumpen. Wofür habe ich eigentlich bezahlt? Nach dem Aufpumpen hätte ich gerne eine kurze Verschnaufpause, aber mit Nik treibt mich direkt ins Wasser. Kurze Einweisung in das Sicherheitssystem, dann Kitekontrolle. Das A&O beim Kiten. Klappt super dank ein paar Stunden am Trainerkite mit Micha auf Klein Curacao. Schnell kommen wir zum Bodydragging, downwind, upwind, mit und ohne Brett. Auch extrem wichtig, falls man mal das Board verliert, um wieder zum Brett zurückzugelangen. Ich schlucke meine ersten Liter reinstes karibisches Meerwasser. Klappt aber ansonsten sehr gut. Den Kite verliere ich nicht ein einziges Mal. Bin mega Stolz und total infiziert. Leider darf ich noch nicht aufs Brett steigen. Bin erst bei 60-70%, sagt der Nik. Grmpf!#%&$§! Morgen oder Freitag haben wir uns gleich für weitere zwei Stunden gebucht. Bin zuversichtlich dann aufs Board zu kommen. Achja; Nix ist passiert. Alle Knochen noch beisammen :-) Am Vormittag hat es einen Kiter direkt in die Mangroven verschlagen…

Thema SIP (Skipper in Practice – Anmerkung: Wikipedia verdächtige Definition von Micha): Skipper auf seinem eigenen Schiff zu sein, ist nicht sonderlich schwer. Skipper auf einer fremden Eigneryacht dagegen umso mehr. Micha’s und meine Erwartungen waren besonders hoch. Meine erstrecht. Die ersten Tage haben mich extrem gefordert. Gibt da eben doch den „kleinen Unterschied“ zwischen Mann und Frau. Bin zwar eine sehr stattliche und eher maskuline Erscheinung, aber nur mit Hamsterkräften. Da haben sich schon andere verguckt (nee, nicht was Ihr denkt ;-) und mich überschätzt. Hier auf der MARLIN ist alles eine Dimension größer. Dazu kommt die ungewohnte Hitze und zuweilen sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Das alles, plus die Komplexität der Systeme erfordern bei mir mehr Zeit, als dem Micha und mir zu Anfang lieb war. Ich war recht schnell demotiviert, konnte die Zeit nicht wirklich genießen. Mittlerweile hat sich das Blatt komplett gedreht. Micha hat das Tempo angepas st. Soziale Kompetenz eben. Das, was einen wirklich guten Skipper ausmacht. Ich habe mich halbwegs akklimatisiert und mein Tempo entsprechend angepasst. Die Stimmung ist super. Ich bin Micha unendlich dankbar für seine Geduld. Am Ende profitieren wir beide hoffentlich voneinander. Meine Lieblingsbeschäftigung derzeit: Squall nähert sich. Von vorne bis achtern alle Luken und Fenster schließen. Das sind nicht gerade wenige. Wenn der Squall durch ist, das Ganze in umgekehrter Reihenfolge wieder zurück. Sonst ist hier schnell dicke Luft. Das alles in einem regelmäßig wiederkehrenden Takt :D

Neue Crew kommt am Wochenende für den Überführungstörn nach Kuba. Für mich die erste Bewährungsprobe. Text & Bild SIP Stefanie.




  • 22:00:00
  • 07.02.2018
  • 12°04.7298’N, 068°51.5530’W
  • -°/ 0kn
  • Curacao / Spanish Waters
  • Curacao
  • 30°C
  • 90°/20kn
  • -m

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