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Die kenne ich. Peterhof Sight Seeing.

Crew 32 an Bord genommen

Der letzte freie Skipperfreitag war wie immer mit Wäschewaschen gefüllt. Da die Marina leider keine Waschmaschine und keinen Trockner hat, musste ich an Bord die Waschmaschine anschmeißen und anschließend Wäscheleine an Deck spannen und dort alles trocknen. Neugierige russische Segler des Clubs haben mich immer wieder in meinem Flow unterbrochen. Die wenigen, die Englisch konnten, habe ich zur Besichtigung an Bord genommen und einen kurzen Rundgang gemacht. Ein paar Visitenkarten verteilt und wieder von Bord geschubbst ;-) Denn man weiß ja nie, ob sie vielleicht doch mal mitsegeln wollen. Gegen Sonnenuntergang dann ein weißes Hemd angezogen. Alexander, ein englischsprachiger russischer Segler nimmt mich mit in die Stadt. Die Marina liegt gut eine eine halbe Autostunde am Stadtrand. Er fährt ein paar Runden, zeigt mir Impressionen seiner Stadt bei Nacht. Vorbei geht es an Palästen, über Brücken und Plätzen. Tausende von Menschen sind unterwegs. „So. Hier steigst Du aus. Pass auf Deine Geldbörse auf“, sind seine abschließenden Worte. Ich lasse mich treiben, hole mir am Kiosk eine Cola Zero, stelle mich auf eine Brücke und kucke Leute. Meine Beine bringen mich auf den Platz der Eremitage. Der Winterpalast auch Winterpalais genannt, war die Hauptresidenz der russischen Zaren in Sankt Petersburg. An jeder Ecke steht ein Straßenmusiker. Ganze Bands spielen Indie Rock und singen dazu. Superschön singen sie dazu. Auch wenn ich kein Russisch verstehe, die Sprache passt warm und wunderschön zur Musik. Am Rand des Platzes haben sich die Prollautos versammelt. Türen auf, beschallen sie den ganzen Platz mit den angesagten Rhythmen und davor versammeln sich hunderte von Menschen und fangen an zu tanzen. Spontane Open Air Disco.

Ungewohnt an Piter, wie es die Locals knapp sagen, ist die Sprachbarriere. Nur ganz wenige sprechen ein paar Brocken Englisch. Alle Schilder und Beschriftungen sind ausschließlich auf Kyrillisch. Nach ein paar Versuchen gebe ich quasi auf. Schon nach dem Weg zu fragen überfordert mich. Eine Kommunikation aufzubauen, jemanden kennenzulernen, wie in den skandinavischen Staaten, spontan immer und an jeder Straßenecke möglich, ist hier einfach nicht drin. Ähnlich wie in Indonesien oder Thailand. Mein Fehler. Warum habe ich nicht einfach einen Russisch-Kurs gemacht. Nun. Für ein paar Tage Visit, vielleicht nicht angebracht. Es wird trotzdem Morgengrauen bis ich nach Hause komme und ein letztes Glas Rotwein im Cockpit trinke. Ich muss ja noch die Bestände für die Ausreise und Einreise nach Finnland reduzieren ;-)

Am Samstag dann wieder in das weiße Hemd und gegen 14 Uhr zum Flughafen. Der liegt hinter der anderen Seite der Stadt. An der Theke im Yachtclub sitzt immer ein nettes Mädchen, die Englisch spricht und mir ein Taxi ruft. Das ist günstig und schnell. Eine Stunde mit dem Taxi kostet meist unter 10 Euro. Die Fahrt zum Flughafen geht über eine Stunde und die enorme Größe die Stadt wird mir immer bewusster. Peter ist modern und die Russen arbeiten fieberhaft daran eine Metropole zu erschaffen, die es mit jeder anderen in Europa aufnehmen kann. Es gibt alles und es funktioniert alles. Mein Bild von Russland, dass es wie in Cuba wäre, ändert sich schnell und gründlich. Ich verlaufe mich ein bisschen am Flughafen und schon kommt eine junge, hübsch Frau auf mich zu und umarmt mich spontan. Ich werde geküsst. „Hallo Papa!“ Das obligatorische: „Du bist aber große geworden“, schlucke ich runter. Auch Nathalie und Maya haben se reingelassen. Nathalie hat ihr Akkordeon mitgebracht und eine halb volle Reisetasche. Maya und Lena haben einen riesigen Koffer. Den Nachmittag verbringen wir schon in der Stadt um einen ersten Eindruck zu bekommen. Lena reicht es bald und wir landen am frühen Abend in der Hängematte.

Heute dann: Peterhof! Eines der beliebtesten Ausflugsziele. Zar Peter wollte es größer haben als in Versailles. Und das hat er auch geschafft. Wir haben gut daran getan Tatiana zu engagieren. Sie vertritt den DSV und TO hier in Petersburg und hat uns neben Vladimir dann schlussendlich doch den Platz in der Marina besorgt. Aus dem unkontrollierten Peterhof Besuch wird mit Tatiana ein organisierter Kulturbesuch. Tatiana führt uns professionell zu den wichtigen Punkten in dem riesigen Park, so dass jeder das bekommt was er will. Gute Fotomotive, geschichtlicher Hintergrund, Wasserspiele für die Kinder. Sie macht das schon ein paar Jahrzehnte und spricht fließend Deutsch mit einem sympathischen russischen Akzent. Sie führ uns an den Mengen vorbei und Zar Peter’s Sommerresidenz schauen wir uns genauer an. An den Warteschlangen vorbei erfahren wir die Hintergründe eines Zarenlebens, bis hin zu seinen Saunagewohnheiten und Küchenausstattung. Gut gemacht Tatiana. Danke schön noch mal an dieser Stelle. Wer nach Peterburg kommt sollte Tatiana kennenlernen. Hier ihre e-mail Adresse.

Mit platten Füßen und bei mir mit schmerzenden Knien, voller Speicherkarte, fahren wir mit Bus und Metro wieder ins Zentrum, Essen günstig und weiter geht es nach Hause, auf die MARLIN. „Die MARLIN ist unser richtiges zu Hause. Papa.“ Lena verschwindet mit Decke, Buch und iPad in der Hängematte. Lena ist Homie. Ich nehme mir MacBook und sortiere Bilder. Nathalie und Maya laufen durch die Walachei zum nahen Supermarkt. Nach Finnland werden wir am Mittwoch aufbrechen mit hoffentlich leichten Am Wind – Winden aus Süd. Ziel Einsamkeit. Von Städten habe ich jetzt echt genug, Nathalie will Ruhe haben, die Kinder wollen Papa und Mama. Let’s make Holidays.

Vielleicht noch ein Wort an unsere Mitsegler. Die Törns füllen sich derzeit schlagartig. Das Schwerwettertrainig im Oktober ist ausgebucht. Warteliste. Die vorherigen und nachfolgenden Törns haben noch Plätze frei. Die Atlantiküberquerung hat nur noch zwei freie Plätze. Bis nach Cuba ab Januar ist gebucht und reserviert. Sogar für Cuba sind schon Buchungen eingetroffen. Also, wer mitsegeln will bucht, bevor alles besetzt ist.



Du willst auch mal mit? www.marlin-expeditions.com


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  • 22:00:00
  • 14.08.2017
  • 59°59.1045'N, 30°09.8191’E
  • -°/ -kn
  • St. Petersburg
  • Helsinki
  • 20°C
  • 10kn/W
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