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Zweiter Tag Schnuppersegeln

Wind nix.

Im Bauch der MARLIN laufen grade die Beach Boy übers Parkett. Die Atmosphäre ist wochenend – entspannt, ich sehe glückliche satte Gesichter um mich herum. Kann einerseits am indischen Curry liegen, dass wir grade verspeist haben oder einfach an dem dazugehörigen Wein, der jetzt defenitiv alle ist. Wie auch immer – die Stimmung ist gut, könnte nicht besser sein.

“Marcus? Geht es Dir gut? Hat Dir der Tag gefallen?“ Während des Schnuppersegelns bleibt einem ja nicht viel Zeit sich kennenzulernen. Grade mal 54 Stunden. Flensburg zeigt sich am heutigen Morgen wieder mal von seiner besten Seite. Windstille auf der Förde. Hat natürlich auch ein Gutes. Ich kann die Decks-und Sicherheitseinweisung in aller Ruhe machen, kein Stress kommt auf und wir segeln trotzdem. Aufgrund unserer rekordverdächtigen Geschwindigkeit von 1,5 Knoten, bleibt viel Zeit zum menschlichen Austausch. Jeder an Bord hat seinen Status, seinen Plan und rückt früher oder später damit heraus. Am Anfang noch vorsichtig abtastend, kommt man sich auch in 54 Stunden näher als man sich das so vorstellt. Kennen und Lernen fügen sich zum Kennenlernen zusammen. „Upps, der Skipper beißt ja gar nicht.“, meine ich in manchen Momenten in den Augen meiner Schnuppermitsegler zu sehen. Ich verzichte auch einfach weitestgehend mal auf so Abfragen wie Mann-Über-Bord Manöver und Palstek mit den Händen hinter dem Rücken und auch ansonsten versuche ich mal einfach Skippers-Salzbuckelgebaren gar nicht erst rauskommen zu lassen. Nike weist mich mit Blicken, ohne Worte, in gewisse Schranken. Sie kann gut gelassen mit mir, aber auch den anderen umgehen, hat ein Händchen als Skipperin. Gefällt mir. Ein bisschen wie Erwachsenenerziehung.

Aber zurück zu Marcus, der gestern nicht mit auf dem Bild war, weil er ja das Foto gemacht hat. Marcus hat richtig Spaß auf der MARLIN und bringt das auch ordentlich zum Ausdruck. Ob mit oder wenig Wind spielt für ihn dabei keine Rolle. Wie alle anderen, genießt er den Tag, ist aber zumindest für mich beeindruckend tiefenentspannt. Marcus fragt, will wissen, will sehen. Gefällt mir. Heute Kurzwelle und SSB, Pactor bis hin zum Wetterrouting mit der Software qtVLM. Alle kommen dazu und ich merke wie seglerische Wünsche entstehen, denn all diese Technik braucht man ja nun eigentlich nicht auf der Flensburger Förde. Morgen gehe ich mit Marcus und wer sonst noch will mal in den Motorenraum.

“Hallo Herr Schönberger, erinnern sie sich noch an mich?“ Der Mann von Fischer Panda erinnert sich sehr gut an mich, aufgrund meiner Fischer Panda Geschichte, die so weit geht, dass Lunatronic zwischenzeitlich Fischer Panda Händler ist und auch Installationen machen und abnehmen darf. So ne Art Fernstudium, die ich da gemacht habe. Das Studienmodell, steht auf der MARLIN. „Herr Schönberger. Der Generator springt wiederwillig an. Ich vermute der Stellmotor ist defekt, weil er den Gashebel nicht zum Startzeitpunkt in die richtige Stellung bringt.“ Herr Schönberger hat etwas, was man eben nicht bezahlen kann. Einen jahrelangen Erfahrungsschatz. „Ja, da haben sie richtig diagnostiziert. Das passiert so etwa nach 2.000 Stunden.“ Wir debattieren zehn Minuten am Telefon über das Problem. Es gäbe eine Reparaturlösung, aber ich entscheide mich für die Austauschlösung. Dauert ja nicht lange und übermorgen ist der neue Stellmotor auf der MARLIN mit DHL. Rin mit dem Teil und schon startet der wieder automatisch und ohne manuelle Hilfe. So der Plan. Ich werde berichten.

Während ich Technik am PC erkläre, segelt Nike nebenbei mit Links die MARLIN. Ob das der Beginn einer neuen Freundschaft ist? Würde ja gerne wissen was so in ihrem Kopf vorgeht. „Wenn wir zum Einbruch der Dunkelheit auf den Ochseninseln sein wollen, sollten wir mal umdrehen.“ „Mach mal.“ Ich filme mit Nikes Camera, die Crew holt das Groß professionell rein. „Ihr seid die tollste Crew, die ich jemals hatte.“ Alle lachen, wissen warum. „Das sagst Du doch allen.“ „Quatsch.“, lüge ich unverfroren. Zwanzig Minuten später legen wir am Fährsteg der Ochseninsel an. Niemand da. Kein Ollie, kein Hund Blau, keine anderen Segler. Alles gammelt vor sich hin. Mir steht eine Träne im Augenwinkel. Viele schöne Erinnerungen habe ich an die Ochseninseln. Nun sind sie verlassen. „Something is rotten in the state of Denmark.“, fällt mir passend dazu der William Shakespeares Spruch ein.

Morgen soll Segelwind sein. Na dann beenden wir diesen nebeligen Schnuppersegeltag mal. Windmäßig kann der nur besser werden. „Lechtz!“ Am 17.2. mit Mareike Guhr und mir sind noch Plätze frei. Willst Du mit? Dann aber mal tau.


Schnuppersegeln auf der Förde!

vom 17.2.-19.2.17 Micha mit Co-Skipperin Mareike.
vom 3.3.-5.3.17 Micha mit Co-Skipper Christoph.
vom 17.3.-19.3.17 Micha mit Co-Skipper Jan.

Danach geht es am ersten April los durch die dänische Südsee bis nach Oslo, nach Schweden, nach Finnland und ST. Petersburg.
Mensch ich freu mich so. Und Du kommst mit.

Buche Deinen Platz hier: www.marlin-expeditions.com

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  • 22:07:00
  • 04.02.2017
  • 54°51.51065'N, 009°30.3775’E
  • -°/ -kn
  • Ochseninseln
  • Förde Paradies
  • 5°C
  • 3kn/E

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