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Vulkan Osorno

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Der Vulkan Osorno ist das Wahrzeichen von Puerto Montt, nähert man sich der Stadt von See, ist der perfekte schneebedeckte Gipfel das erste, was man sieht, wenn die Sonne scheint. Durch seine zahlreichen Nebenkrater, eine paar hundert Meter unterhalb des Gipfels, hat sich der Berg trotzs zahlreicher Ausbrüche in den letzten Jahrtausenden, seine kegelige Form bewahrt. Bisher haben wir immer nur die Aussicht bewundert, von der Einkaufsstraße, auf dem Weg zum Flughafen, segelnd auf dem Weg nach Puerto Montt, doch jetzt ist es endlich Zeit einmal den Vulkan zu betreten. Dank der winterlichen Skipiste gibt es mittlerweile eine geteerte Strasse, die sich in zahllosen engen Haarnadelkurven emporschraubt. Auf ungefähr 1100 Meter beginnt der Sessellift, schweineteuer und für uns schon von daher ausgeschlossen, da Micha nicht dabei ist und ich nicht mit zwei Kindern in einen Sessel darf. Macht nichts, wir wollten ja eh laufen und so zwängen wir unsere Füße in die dicken Wanderstiefel und machen uns auf den Weg.

Schwarze Vulkanerde, erstarrte Lava, rostrote Steinbrocken, leuchtend gelbe Schwefelbröckchen und mittendrin ein paar tapfere kleine Pflänzchen, die ihre Köpfe durch den Fels gebohrt haben. Skurile Landschaft, der Sessellift trägt ein paar wenige Touristen nach oben und der Schrott des ausgedienten Vorläufermodells, das neben der Piste verrottet, trägt nicht gerade zu grossem Vertrauen in den Lift bei. Wie gut, dass wir zu Fuß unterwegs sind. Die Wolkendecke von heute Morgen lichtet sich langsam und gibt den Blick auf den Gipfel frei. Dreihundert Höhenmeter sind es bis zur ersten Sesselliftzwischenstation, das schaffen wir auch zu Fuß. Nach hundert Metern Weg sind wir alleine, viel weiter trauen sich die Sommertouristen aus Santiago mit ihren schicken Klamotten und den Flipflops nicht, und so können wir am Rande eines Nebenkraters unser Vulkanpicknick genießen und haben fast das Gefühl, ganz oben zu sein. Bis an die Schneegrenze kommen wir allerdings nicht, irgendwo vorher verliert sich der Wanderpfad im Nichts, aber die Aussicht über den See ist auch so wunderschön.

Später am Nachmittag kurven wir unseren Weg wieder zurück und machen uns auf den Weg ins Cochamó Tal. Herr Beuger darf wieder Staubpiste fahren bis zu unserem Hostal in Cochamó neben der alten Alercekirche. Beim Abendspaziergang entdecken wir ein Tsunamiwarnschild, am Wasser. Ein bisschen paranoid sind sie schon, die Chilenen, denke ich mir, Tsunami am See, wo gibt es denn sowas. Später geht mir beim Blick auf die Karte auf, dass das Wasser vor unserer Haustür gar kein See mehr ist, sondern das Ende des nördlichsten Fjords Chiles, des Seno Reloncavi. Gut, dass ich nichts gesagt habe. Das erklärt natürlich auch de Muschelfarmen am Ufer, über deren Existenz ich mich schon gewundert hatte. Micha kocht derweil Ossobuco für Miguel und bereitet sich aufs Segeln vor.




  • 22:00
  • 01.02.2013
  • 41°30.0119'S, 072°59.2694’W
  • -
  • Casa Tenglo/Chile
  • Surinam
  • 22°
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