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Anker auf!

Kapwellen

01:15 Um 12 Uhr klingelt unser Wecker, eine Stunde nach Hochwasser, mitlaufende Strömung nach Süd. Der Wind hat sich gelegt, Zeit für uns Richtung Ushuaia aufzubrechen, wenn wir die Hälfte der Nacht mitnehmen, könnten wir morgen Abend unseren nächsten Zwischenstopp erreicht haben, oder übermorgen früh in Ushuaia vor Anker gehen, das klingt gut. Kaum die Nase aus der Bucht gesteckt erwarten uns schon die ersten fiesen Kapwellen. Glücklicherweise nur für 20 Minuten, aber die haben es in sich. Es steht noch alte Welle, dazu die Strömung, Kabbelwasser. Noch 5 Meilen, dann kommen wir um die Ecke und es sollte merklich ruhiger werden. Johann gibt Vollgas, damit wir möglichst schnell den Kurs ändern und vielleicht sogar ein bisschen Segel setzen können. Nur gut, dass die Nacht hier kurz ist und die Dämmerung i n einer Stunden beginnt.




Geschafft!

Le Maire liegt hinter uns

02:22 Die Le Maire Strait liegt endgültig hinter uns, der Kurs auf den Beagle Kanal liegt an. Immerhin ein Stützsegel konnten wir setzen, die Welle ist weniger geworden und kommt von der Seite, anstatt von vorne. Irgendwann soll der Nordwest einsetzen. Mal sehen.




Wachwechsel

Und auf die Nase

04:52 “Alles o.k.?“ Nathalie schreit von unten, reicht mir einen Gurt an, wahrend dessen ich durchs Cockpit geschleudert werde. Natürlich sage ich: „Alles klar. Kein Problem. Nur nen paar Overfalls.“ Das sind meine Erinnerungen an die Ausfahrt aus Buen Suceso. Wellen so hoch wie die Saling der LADY und steil das einem die Knie wackelig werden. Kann die LADY das? Ja, kann sie. Mit lautem Platsch fällt sie ins nächste Wellental. Bei der Ausfahrt aus der Knysna Lagune waren das zwei oder drei Wellen. Heute Morgen im dunkeln waren es lange 20 Minuten wäre nicht die Strömung dagewesen, ich hätte wieder den Schwanz eingezogen und wäre zurückgefahren. Aber das wäre ja noch schlimmer gewesen. „Alles klar Schatz! Kein Problem. Hört bestimmt gleich auf. Pass Du nur schön auf, dass die Kinder nicht aus der Kuschelecke fliegen.“ Reicht wenn ich die Wellen sehe oder auch nicht sehe.

Doch das ist schon alles Vergangenheit. Am Bug streiten sich wieder mal sechs Delfine um den besten Platz. Querab das Cao Hall und die Quellwolken der Fallwinde hängen in den Bergspitzen rum und chillen, bereit mir gleich das Leben schwer zu machen, sobald ich es wage die Genua auszurollen und den Motor auszumachen. Der Wind dreht brav auf Nord. Aber in fünf Minuten bläst er vielleicht auch wieder aus mit 25 Knoten aus West auf die Nase. Das ist hier so. Kann ich, Nathalie auch, die Kinder sowieso und uns Lady läßt das kalt. Wie auch anders, die Sonne geht im Osten auf und e s ist 7° im Cockpit. Der erste Griff um dorthin zu kommen ist der Sicherheitskarabiner, der zweite die Hand Fäustlinge von HH.

Frau Strömung ist grade mal wieder gekippt und läuft nun mit nach West, für 6 Stunden. Die Bahia Aguirre liegt jetzt querab, aber da halten wir jetzt nicht mehr. Wir haben grade nen anderes Ziel. „Eckkneipe!“, sag ich nur.




Cabo San Pio erreicht

Beagle Channel erreicht

11:17 Wir stehen querab vom Cabo San Pio und haben damit den Beagle Channel erreicht! Ein dreifaches Hurra! Wie bestellt gibt es kein Wind und erwartungsgemäß ein Knoten Gegenströmung. Nun fängt die Zeit des Motorens an. In den Kanälen ist entweder 20 Knoten westlicher Wind oder kein Wind. Wir werden mal SHELL als Sponsor anfragen um die Tonnen Diesel zu finanzieren, die wir in den nächsten Monaten verfeuern werden.




Verkehr

Lima Quatro Delta, Cambio

18:14 Seit über zwei Wochen haben wir andere Schiffe höchsten mal auf dem AIS gesehen, oder weit entfernt am Horizont und unsere einzigen Gesprächspartner waren wir selber. Hier im Beagle Kanal ist auf einmal richtig Verkehr. Verglichen mit dem Nord-Ostsee-Kanal ist es natürlich eine kleine Landstraße, uns kommt es vor wie eine Autobahn. Drei Segelboote, zwei Passagierschiffe, ein Fischerboot, ein Lotsenboot und wir, das alles in nur 4 Stunden.

Kontrolliert wird dieses Verkehrsaufkommen steuerbordseits von der argentinischen Prefectura Naval und backbordseits von der chilenischen Armada. L4D und Control Isla Snipes rufen jedes vorbeiziehende Schiff an, Kanal 16 mitlaufen zu lassen ist Pflicht, denn an jedem Posten müssen wir uns identifizieren und unser Wer, Wann, Wie viele, Wohin, aber glücklicherweise noch nicht das Warum durch den Äther zu schicken. Machen wir doch gerne, oder? Micha hat den Job mit einem charmanten „Du machst das doch immer so schön!“ an mich abgegeben. Lima Quatro Delta, Lima Quatro Delta, Velero Iron Lady, Cambio.




Ankerfall

Puerto Haberton

19:45 Ankerfall in Puerto Haberton, dem Standort der berühmtesten Estancias Feuerlands. Die Touristen, die hier tagsüber per Ausflaugskatamaran ankommen, sind schon ausgeflogen, an Land herrscht Stille. Mit dem Rotwein im Restaurant wird es heute nichts mehr, aber das hatten wir uns schon gedacht. Ne Mütze Schlaf können wir eigentlich auch besser gebrauchen, außer Maya und Lena, die turnen ausgeschlafen und quietschfidel durchs Boot… Wer bringt jetzt wen ins Bett?




  • 19:45:00
  • 16.01.2012
  • 54°52.7354S, 067°19.5345W
  • -°/-kn
  • Puerto Haberton / Argentina
  • Ushuaia / Argentina
  • 15°/1008hpa
  • 0-5kn/NW
  • 0m

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