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Noch sechs Monde

Micha & Natale

Wer meint, dass alles Gold ist was glänzt, der irrt gewaltig. Auch bei uns hat es mächtig gekracht in den letzten Jahren in Deutschland. Nach sechs Jahren 24h-Einzelzelle mit Nathalie (Weltumsegelung) ist das auch kein Wunder. Jetzt stellen wir uns manchmal die Frage, ob wir noch zusammen wären, wenn wir keine Kinder hätten. Tja, schwierige Frage. Vielleicht, nicht oder doch, mag sein, könnte, garantiert, aber wir lieben uns doch, weil wir so sind, wie wir sind, mit dem Krankenhaus oder dem MacBook verheiratet, abtrünnig, abgeglitten, wiedergefunden, auf zu neuen Ufern, rauf und runter, Sturm und Flaute, Gegenwind und Rückenwind, hohe Wellen, lange Dünung… Frauen haben so gewisse Daten ja immer im Kopf. Am dritten Februar sind wir 15 Jahre zusammen. Das ist lang, finden wir und wir haben schon ganz schön was gemeinsam abgerissen. Aber einfach ist anders. Besonders hier in Deutschland ist es nicht einfach. Jeder hat so sein eigenes Leben, irgendwie. Nathalies Job ist quasi wie der erste Partner. Meist 12 Stunden +. Dann kommen die Kinder und wenn noch Zeit dann ich. Wenn ich grade nicht segeln bin, irgendwo auf den Weltmeeren, in fremde Länder geflüchtet oder im Mac oder mit Freunden oder schlecht drauf, weil es schon wieder regnet. Da kann man schon mal nachdenklich werden, wenn man nicht grade so im Job busy ist, dass man gar keine Zeit zum nachdenken hat. Die typisch neuweltliche Lösung des Problems Befriedigung, auch Glück genannt, ist der Konsum. Irgendwas kaufen. Ob sinnvoll, wertvoll, egal, es bleibt eine Übersprungshandlung. Und das funktioniert. Bei allen, keiner ausgenommen, inklusive mir und Nathalie und den Kindern. The show must go on.

Die Tage beginnen meist früh mit Dunkelheit und enden ebenfalls früh, ebenfalls mit Dunkelheit. Heute Abend hat es geschneit. Das ich das noch mal erleben darf. Natale und ich sitzen bei unserem Lieblingsitaliener und essen teure Nudeln und trinken teureren Wein, aber das ist Ansichtssache. „Darüber darfst Du gar nicht nachdenken.“, meint Nathalie. Ich wandle die Preise immer noch in DM um. Aber schmecken tut das kleine Häufchen Nudeln mit Trüffeln schon. Hätten wir auch zu Hause machen können. Wir können eh beide weit besser kochen. Aber die Atmosphäre fehlt halt. So, wo wir eben wieder beim Thema gelandet wären, dem lieben Geld. „Hallo Stefan!“, kannst Du Dich noch an unsere Diskussionen af der LADY erinnern?

Die Vorbereitung zu unserem erneuten Start besprechen, war der TOP unseres gemeinsamen Abends. Aber so viel ist da gar nicht zu besprechen. Ich gehe Ende März zurück auf die LADY. Wenn noch alles dran ist, was zu vermuten ist, segel ich den Kahn dann irgendwo hin wo ich neues Antifouling mache, vielleicht noch nen bisschen lackieren.. Das war es. Wir kaufen nix, außer ne neue Segelkombi für Natale. Kein Wassermacher, kein Iridium, wir sind uns einig, dass wir wirklich nix brauchen, außer und selber. Und die Frage wohin wir dann segeln, da sind wir uns ebenfalls einig: Das entscheiden wir, wenn wir alle wieder auf dem Boot sind. Wichtig ist, dass wir da alle zusammen drauf sind und erst einmal in einen gemeinsamen Rhythmus, Lebenskraft und Lebensfreude finden. In Sachen Leben unter Segeln, da glänzt es dann doch so doll, dass man fast meinen könnte, dass es Gold ist.

Brauchen wir heute ein day pic? Blick nach draussen Nein. Irgendwie nicht.




  • 18:00:00
  • 01.02.2011
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