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Springring

20:51 Das Jet Lag ist so gut wie ueberstanden, dank der Hilfe der Moscheen. Die Gefahr, den Tag zu verschlafen gibt es naemlich nicht, wenn die Bewohner von Kumai morgens um halb fuenf anfangen zu beten, und wir unser privates Muezzinkonzert an Bord haben. Nun das uebt schon mal fuer spaeter, wo aus Singen Schreien wird und Aktion in Form von Fuetterung folgen muss.

Micha ist nen bisschen durcheinander, weiss nicht woran es liegt, der Flasche aus dem Duty Free in Hong Kong, der Hitze oder doch der ueberschwaenglichen Freude ueber meine Rueckkehr. Tatsache ist, auch wenn das heissersehnte Drucklager nun endlich an Bord ist, der Einbau gestaltet sich etwas komplikationsreich.

Sprengringe muessten eigentlich Springringe heissen und gehoeren meiner Meinung nach nicht auf Boote, zumindest nicht, wenn diese im Wasser sind. Dann besteht naemlich auch nicht die Gefahr, dass verwirrte Skipper sie beim Einbau im hohen Bogen in truebe Monsoonflussbruehe fliegen lassen. So geschehen am Sonntag. Skipper ein bisschen grantig, aber der Ausflug nach Pankalabuun war ja eh geplant.

Wie hatte ich das Bordleben vermisst! Montagmorgen springt natuerlich der Aussenborder nicht an, ist wie frueher mit meiner Ente! Micha schwitzt und schraubt, irgendwas mit der Benzinzuleitung war nicht in Ordnung, da kann ja heiter werden. Erstaunlicherweise klappt aber alles. Der erste Laden in Pankalabuun hat ein Riesensortiment Springringe, auch unseren. Das Internetcafe hat auf, wir finden unsere Lieblingscracker, essen hervorragend in einer der Strassenbuden und ich kann mich langsam wieder an indonesische Lebensart, Gerueche und Geraeusche gewoehnen.
Indonesier lieben Kinder und schwangere Frauen. Meine schoene spitze Nase und die weisse Haut als interessanteste Koerpermerkmale sind passe, der Bauch ist wichtiger. Aufgenommen im Club der Muetter werden mir nun auf einmal stolz die lieben Kleinen praesentiert. Ganz ruehrend und schoen ist das irgendwie, muss mich aber doch erst an diesen Gefuehlssturm gewoehnen. Und das alles auf Indonesisch.

Micha ist immr noch verwirrt, faellt ihm doch auf der Rueckfahrt ein, dass er den kleinen Springring, den er als Beispiel zum Zeigen mitgenommen hat, im Laden liegengelassen hat. Notbremse im Bemo, aussteigen und wieder zurueck. So ist das mit schwangeren Vaetern, zu nix zu gebrauchen. Die Jungs in dem Laden verstehen natuerlich nicht, was wir meinen, auf gut Glueck kaufen wir irgendeinen Ring, der sich spaeter als zu gross herausstellt. Skipper grantig, rast zu seinem Freund, dem chinesischen Mechaniker, der alles wieder aufbiegt, hinbiegt, klopft und haemmert und ein Laecheln auf Michas Gesicht zaubert.

Ein Wehmutstropfen jedoch bleibt, jetzt, wo alles zusammengebaut ist und funktioniert, muss der Aquadrive morgen wieder mit Johann verbunden werden… ;-) Oh je, ich glaube, ich gehe morgen frueh auf den Markt!




  • 20:51
  • 24.01.2005
  • 02°44.63S, 111°43.85E
  • Kumai Kalimantan Indonesien
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