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Paradiesvoegel

22:22 Wenn man im kalten Deutschland sitzt und die Arbeit einen fertigmacht, dann die Lady Internetseiten besucht, denkt man ja wahrscheinlich immer, dass die da (also ich) ja im Paradies sitzen. Wenn man als Paradiesvogel im heissen Dschungel von Borneo sitzt und gerade mal wieder Muecken totschlaegt, dann die Deutsche Welle hoert, denke ich ja meist, dass die da (also ihr) im Konsumschlaraffenland sitzt. Ich denke Beides hat so seine Haken. Hat man sich erst mal an das vermeintliche Paradies oder Konsumschlaraffenland gewoehnt, ist das Abenteuer oder der Luxus zum Alltag geworden, vermisst man schnell wieder das Gegenteil. Haben will der Mensch, was er gerade nicht bekommen kann. So, oder so aehnlich ist es doch, was Charly mit Alltag meint.

Ich, keinen Druck von Oben spuerend, nehme mir einen Krimi >>Belladona<< und schaue dem Regen dabei zu, wie er durch den gelben Schlauch in die Tanks der Lady fliesst. Der Krimi stellt sich als aeusserst spannend heraus und ich bleibe den ganzen Tag beim Lesen, statt aufzuraeumen, verkuerze mir einfach die Zeit bis meine Geliebte endlich aus Bali kommt. Mutti meldet sich um 18 Uhr von Board der Prinzen auf 8.177 Mhz. Unser erstes Gespraech seit fuenft Wochen (ich telefoniere nicht gerne, ich hasse telefonieren...) natuerlich hoeren alle mit und unser Gespraech bleibt etwas oberflaechig aber trotzdem schoen. Morgen fliegt sie nach Surabaya, uebermorgen auf die Lady. Reservierungen haben geklappt. Also alle Familienmitglieder wieder zuruecklehen ;-) Ich weiss nicht was fuer ein moslemischer Feiertag heute ist, aber die Kinder Allahs beten was das Zeug haelt. Nicht mehr vier mal am Tag, sondern Non-Stop. Abgesehen von den mindestens 20 Moscheen am anderen Ufer, hat jeder der was von sich haelt ein eigenes Megafon auf dem Dach. Bekanntlich hoert sich alles an wie ein grosses gemeinsames Heulhaeppening. Unglaublich: Mein >>Ich bin tolerant-Nervenkostuem<< schwindet langsam, verwandelt sich in absolutes >>Generved sein<<. Seit zwei Stunden nun laeuft von Kassette in maximaler Lautstaerke an der Hauptmoschee, Naziaehnliches Propagandageschreie mit Perkussianrythmus im Hintergrund. Wer die Platte >>My Life in the Bush of Goast, Brian Eno<< kennt, der kann sich bei einigen Stuecken einen leichten! Eindruck machen, was hier abgeht. Eine penetrannte Stimme bekennt sich immer wieder zu Allah, zu Mekka und fordert alle zum Beten auf. Ich kenne nicht viel von diesem Glauben, doch irgendwie hat gerade dieser Redegesang etwas aggressives Unangenehmes an sich, was mir nicht gefaellt. Bin ja mal gespannt wie lange das noch geht.




  • 22:22
  • 20.01.2005
  • 02°44.63S, 111°43.85E
  • Kumai/Kalimantan/Indonesien
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  • 28°C
  • 1 W
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