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Werft: 16. Tag – Eingebungen

20:41 Verschlafen. Keiner da, der mich weckt, liege ich bis in die Puppen in der Koje, was 9:00 Uhr meint. Alleine fruehstuecken. Auch ungewohnt. Nun dann, Natale sitzt gerade irgendwo in Los Angeles auf dem Flughafen und ich komme nicht in die Socken, anstatt zu arbeiten sitze ich am Computer und mache dies und jenes wahrscheinlich unnoetige Zeug…

Mein neuer Arbeitsplatz heiss Achterschiff. Nicht gerade gemuetlich und erst mal ist ausraeumen angesagt. Innerhalb einer halben Stunde ist die Lady voll mit Kisten und Geruempel was man seit Ewigkeiten mit sich rumschleppt. Wie im alltaeglichen Leben. Ich baue die Rudermechanik komplett aus, ziehe Ruderschaft und die Versieglung des Propellorschafts. Neue Simmerringe muessen her, ein paar Schweissarbeiten, mir ist die Ruderanlage doch etwas zu schwach ausgelegt, nach den Erfahrungen vor der kolumbianischen Kueste ist jetzt die Gelegenheit das alles mal ordentlich aufzuarbeiten. Ziel des Ganzen ist eine nutzbare Achterkabine. Bis dahin ist es noch ein bisschen und ich radele mit dem Werftmanagerfahrrad mal wieder in die Stadt. Zum Organisieren ist Whangarei einfach super. Mathe schein eine grosse Schwaeche der hiesigen Bevoelkerung zu sein. Als Boot in Transit braucht man keine Mehrwertsteuer zu zahlen, doch 12,5 Prozent vom Endverkaufpreis herunterzurechen ist wissenschaftlich gesehen eine schwierige Aufgabe. Um so oefters ich nachfrage um so billiger wird es. Prima. Hier moechte ich erst recht keine Angestellten haben. Mein Freund Wolfgang meinte neulich zu mir: >>Wenn die Neuseelaender einen festen Job haben, hoeren sie auf zu arbeiten.<< Ich ueberlege ob da was dran ist. Die Kassiererin draengt mir dann noch ein Gespraech ueber ein gesunkenes Boot auf, mit dem sie eigentlich auf die Osterinseln fahren wollte. >>Morgen!<< Ich frage, ob sie weiss wo diese Inseln sind und ob sie weiss wie viel Wind in dieses Breitengraden sein kann, sie guckt mich entgeistert an und klaert mich ueber die exakte Reisezeit von 36 Tagen auf. Nun ja, ich denke mir, mein Englisch ist eigentlich ganz gut, mein Kiwienglisch eher schlecht und entscheide, dass es sich um Kommunikationsprobleme handelt. Die etwa 15 Prozent Rechenfehlerrabatt nehme ich schweigend an, grinse freundlich und mache mich mit meinem Gartenschlauch auf den Weg um die reparierte Bohrmaschine abzuholen. Das bestellte Ersatzteil funktioniert aber nicht. Vielleicht i
st was anderes kaputt, die Motorwicklung, die aber, wie sich rausstellt erst im April geliefert werden kann. >>Da bin isch aber schon in Vanuatu.<< >>Ob mit oder ohne Bohrmaschine<<, meine ich. Gut. Wir einigen uns irgendwie, eine neue used Bosch fuer 20 ist mein neues Eigentum, ein professioneller Satz Edelstahlbohrer fuer 120 Tacken und schnell verschwinde ich auch hier. Nette Leute. Irgendwie versacke ich im Internetcafe, lade mir die neuesten Programme und die entsprechenden Cracks dazu damit es auch nix kostet und schaffe es doch glatt 25 Prozent meiner to Do Liste abzuarbeiten. Hey Mann. So. Und jetzt kommt wieder die Autankeule und dann gehe ich frueh ins Bett. Neuer Tag, neues Glueck. Vielleicht schaffe ich morgen die Ruderanlage wieder einzubauen, dann sind die Lady und ich quasi wieder schwimmfaehig. Das hilft zwar noch nicht, aber fuehlt sich gut an.




  • 20:41
  • 29.01.2004
  • 35°50.66S, 174°32.02E
  • Whangarei/ NZL
  • 24°C
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