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Werft: 8. Tag – Regentag

08:09 Es regnet sich gerade ein. Mein rechtes Ohr ist taub von dem Krach am Winkelschleifer und die erste Investition vom heutigen Tage werden Mickeymausohrenschuetzer sein. Die Stimmung ist insgesamt etwas deprimiert.

Doch irgendwo am Horizont brennt ein Licht das uns Hoffnung gibt. Die beiden grossen Loecher im Deck sind zugeschweisst, ein Problem weniger! Doch schon gibt es eine neue Aufgabe am Heck. Die Aufnahme der Edelstahlrosette am Ausgang des Auspuffs ist auch verrostet. Zuschmieren mit Stahlpaste oder aufschneiden und ordentlich neu bauen ist die Frage. Das kostet uns dann wieder Tage und entsprechendes Geld und der Auspuff muss zum Teil ausgebaut werden. Hmm. Ich will eigentlich gar nicht wissen wie der Auspuff unter seiner Isolierung aussieht. Will lieber die Augen zumachen. Aber das ist wohl nicht der richtige Weg.

Mein Traum vor Nathalies Abreise wieder im Wasser zu sein und Einhand auf die Suedinsel zu segeln ist ziemlich ausgetraeumt. So ist das in der Werft. Da kommt dann immer alles auf einmal, wie frueher Montags in der Firma, aber da hat man fuer den ganzen Aufwand wenigstens noch Geld bekommen.

Um uns herum gibt es natuerlich noch viele andere Boote, die jedes ihre eigenen Probleme haben und nur selten schafft irgendjemand es zu dem Zeitpunkt wieder im Wasser zu sein, an dem es eigentlich geplant war. Das heitert zwar nicht auf, aber man ist wenigsten nicht so alleine mit seiner privaten schwarzen Wolke ueber dem Schiff.

Immer wieder mussen wir uns klar werden, dass wenn wir Australien nicht anlaufen sollten, dies hier unser letzter Werftstopp fuer den Weg zurueck nach Europa sein wird. All unsere Ziele verfuegen ueber eher schlechte, als mittelmaessige oder gute Moeglichkeiten Reparaturen auszufuehren. Die Liste der Dinge die man eingentlich machen sollte vor so einer Reise ist schier unendlich und gar nicht komplett abzuarbeiten. Beim Schreiben versuche ich mir eigentlich gerade darueber klarzuwerden, was denn die richtigen Entscheidungen sind, zu tun und zu lassen. Ach Mann, dann regnet es auch noch in Stroemen und wird gar nicht richtig hell.

Nun gut. Wir werden uns gleich mal ein Auto leihen und die neue Computerschnittschablone fuer unseren Fisch und Namen abholen. Vielleicht ist ja morgen schon wieder alles anders und wir koennen den Epoxyprimer auf das Ueberwasserschiff auftragen. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall bewegen wir uns jetzt und das Leben geht weiter.




  • 08:09
  • 21.01.2004
  • 35°50.66S, 174°32.02E
  • Whangarei/ NZL
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