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Poor Knights

16:37 Sonntag, noch zwei Tage, bis die Lady aus dem Wasser kommt und der Ernst des Lebens losgeht. Die zwei Tage nutzen wir und fahren heute morgen in aller Fruehe zu den Poor Knights, den armen Rittern, raus. 12 Seemeilen vor der Kueste liegen diese schroffen Felsen vulkanischen Ursprungs, die schon seit 20 Jahren Naturschutzgebiet und Marinereservat sind.

Hauptsaechlich werden die Inseln von der hiesigen Tauchschule wegen ihres Fischreichtums angefahren. Auch heute, wie immer, sind sie mit vier Booten unterwegs, liefern sich auf dem Weg Rennen und fahren uns in einem halsbrecherischen Tempo einen unserer Lieblingskoeder ab. Na prima, Micha ist sauer, greift sich sofort das VHF, aber natuerlich antworter keiner.
Doch die strahlende Sonne, und die Silhouette unseres Sonntagsziel, laesst uns den Koeder schnell vergessen.

Steil ragen die Felsen aus dem Wasser empor, durchsetzt mit Grotten, Hoehlen, Blowholes, Torboegen und anderen Formationen. Am Ankerplatz hoert man die Brandung, Grillen und Vogelgezwitscher, wunderschoen.
Angestachelt von Steffi, der Tauchinstruktorin, hole ich mein Neopren aus der Bilge und wage mich ins eiskalte Wasser. Micha macht nen Rueckzieher, er will erst nachkommen, wenn es sich wirklich richtig lohnt. Weichei!

Kalt, eiskalt, brrrrrr. Die Kopfhaut faengt an zu zwirbeln, sobald man im Wasser ist, das Gesicht wird ganz kalt, huuuuuu. Erstes Bad in Neuseeland. Wir sind wohl doch ziemlich verwoehnt. Aber schoen ist es, ganz anderes, als in den Tropen. Viele bewachsene Felsen, Kelp und vor allem Fisch, Fisch, Fisch und Quallen. Man merkt wirklich, dass hier seit Jahrzenten Angeln verboten ist.

Lagebericht an Micha, schoen ist es, aber ohne vernuenftigen Tauchanzug wuerde ich hier nicht ins Wasser gehen, und den hat der Arme im Moment nicht. Stattdessen machen wir uns auf den Weg, die Inseln mit dem Dinghi zu erkunden. Anlanden geht nicht, ist erstens verboten und zweitens bei den steilen Klippen ueberhaupt nicht moeglich. Dafuer liegt ganz in der Naehe die groesste befahrbare Hoehle der suedlichen Hemisphaere, oder der Welt, ich weiss nicht mehr, auf jeden Fall die groesste, die ich je gesehen habe. Die Waende sind bewachsen mit Moos, Algen, und Schwaemmen in allen nur erdenklichen Farben. Die Akustik so gut wie in einer Konzerthalle.
Im zweiten Weltkrieg hat in dieser Hoehle wochenlang ein japanisches Unterseeboot gelegen und Reparaturen vorgenommen, ohne dass je einer etwas davon erfahren hat.

Im Sueden soll es noch mehr Durchfahrten und Loecher in den Felsen geben, die wir uns aber morgen frueh mit der Lady anschauen werden. Heute abend geniessen wir erst einmal diesen wunderbaren Ankerplatz, die Ausflugsboote haben schon den Heimweg angetreten, nur noch wir und ein anderer Segler liegen im Schwell. Nur ein bisschen Schwell, gerade genug, um einen sanft in den Schlaf zu wiegen.




  • 16:37
  • 11.01.2004
  • 35°28.77S, 174°44.23E
  • Poor Knights/ NZL
  • -
  • 26°C
  • NE 1-2
  • -

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