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Bin ich nich haesslich geworden?

22:00 Ein Tag wie er im Buche steht. Aber was soll es? Und dan noch so ein daypic. Bin ich das? Ja. O.K. Nach dem Aufstehen, aber sieht man mir nicht wirklich an, dass ich nun schon ueber einen Monat nicht rauche? Aber was soll es. Das Leben geht weiter.

07:05 Ich hab mich so klein und schlecht gefuehlt. Warum hab ich mir nicht auch den Bart abrasiert, bevor ich das Packet beim Zoll abgeholt habe, so wie es Peter mir geraten hat. Na ja. Eben selber schuld. Da steh ich nun Adrenalinangefuellt vor diesem Zoellner, der die dunkle Scheibe von seinem Buero zynisch laechelnd zuzieht. Nix Packet. Zuruekfahren zu den Beamten in Chaguaramas ist angesagt, Papiere auf dem Boot holen und nochmal das gleiche: Stundenlage Autofahrt ueber dreispurige ueberfuellte Strassen im Herzen von Trinidad. Ich koche. Dieses Packet, mit den paar Gummidichtungen, einem Spezialkabel, Petroleumersatzbrennern und einem repariertem Aneometer macht mich fertig. Seit Wochen warten wir darauf und jetzt scheitert alles an einem Stueck Papier. Das ist klassisch und weltweit das gleiche Spiel.

Ich gehe um die Ecke und stehe bei Serena und Heinz, die mich netterweise mit zum Flughafen genommen haben. Weiss der liebe Gott, warum unser Packet ueberhaupt zum Flughafen gegangen ist. Adressiert ist es an unsere Gastmarina, hier in Chaguaramas. Serena sieht mich nur an und fragt mich, was denn los sei. Das Adrenalin scheint mir im Gesicht zu stehen. Wahrscheinlich klebe ich immer noch unter der Decke. Ich erzaehle kurz von dem Zoellner, von den netten Frauen an der Poststelle, von dem Anruf des Zoellners in Chaguaramas, der als Ergebnis nur brachte, dass die SY IRON LADY in Chaguaramas nicht existiere. Keine Einklarierung. Wir sind gar nicht in Chaguaramas.

Den Einklarierungsschein habe ich natuerlich nicht mit, weil ich ja mit meiner Packetauslieferungsmitteilung schon ein paar Tage vorher beim Zoll war und mir den Weg erklaert haben lasse, die notwendigen Unterlagen gesagt wurden. Heute ist alle anders. Keine Lady. Uns gibt es nicht. Die netten Postfrauen haben nix zu sagen und der Beamte mit den golden Streifen auf der Schulter liest Zeitung; das einzige, was auf seinem Schreibtisch liegt, vor dem Plakat ueber Verhaltensmassnahmen bei Ben Laden Briefbomben.

Serena nimmt mich am Arm. Wir laufen zurueck, stellen uns erneut vor die Scheibe mit dem Beamten und warten. Bloss nicht klopfen. Er liest Zeitung. Eine Kollegin kommt herein, die Beiden unterhalten sich. Zehn Minuten, zwanzig Minuten vergehen. Heinz, Serena und Michael werden vor dem Fenster ignoriert. Unfassbar, wie an uns vorbeigeschaut wird. Diese Mentalitaet verfolgt einen wirklich um die ganze Welt. Irgendwann bequemt sich der Beamte, ich stelle Serena vor, das ihr Englisch besser sei und vielleicht habe ich ja etwas falsch verstanden. Das Unfassbare passiert: Serena setzt ihren blauen Berlinerischen Hundeblick auf, verdreht den Kopf und brabbelt den Beamten auf Englisch zu. Wir bekommen die Telefonnummer der Customs in Chaguaramas, telefonieren, es gibt ploetzlich eine Iron Lady, die Beamten telefonieren untereinander, ich darf etwas unterzeichnen und gehe mit meinem Packet in der Hand aus dem Gebaeude. Unfassbar. Warum hab ich nicht direkt Natale und Serena losgeschickt und lieber das Deck geschrubbt.
Zehn Minuten spaeter stehen wir an einer anderen Halle. Peter, Serenas Mann, hat seine Packete! komplett bekommen, ohne Papiere, ohne Ausweisskontrolle, ohne Bootspapiere. May be, bin ich wirklich nicht fuer Behoerdengaenge geeignet.




  • 07:05
  • 18.01.2002
  • 10°40.66'N, 061°38.52'W
  • Chaguaramas/Trinidad
  • -
  • 31°C
  • 3-4 NE
  • -

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